David Constantine von den Scilly-Inseln

David Constantine
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David Constantine

Der 1944 in Salford, Lancashire, geborene David Constantine lehrte 1969 bis 1981 am Deutschen Fachbereich der Durham University und nachher als Germanist am Queen's College in Oxford. Constantine ist durch eine eindrucksvolle Hölderlin-Biographie ausgewiesen.

Gegen Ende der achtziger Jahre zählte Constantine bereits zu den bedeutendsten Dichtern Englands, obwohl er aus verschiedenen Gründen als eher 'unenglisch' gilt. Der vorherrschende Einfluß klassischer Dichtung sowie moderner deutscher und französischer Schriftsteller führt dazu, daß seine Dichtung vollkommen - und absichtlich - auf die elegante, selbstbeherrschte Ironie englischer Gegenwartsdichtung verzichtet. Er wendet sich in seinen Haupttendenzen, der offenen Sinnlichkeit einerseits und der Beobachtung gesellschaftlicher Vorgänge - die auch in seinem Roman Davies zum Ausdruck kommt.

Constantine bemerkt dazu: "Ich habe immer Gedichte geschrieben, die sich mit der Welt befassen, in der ich lebe. Ich bin gerne greifbar und unmittelbar, denke dabei vielleicht sogar an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Person; der Ausdruck aber, der daraus entsteht, kann dann eher indirekt sein (ich mag Mythen, die darin vorkommenden Figuren und Strukturen). Ich versuche meinen Gedichten eine konkrete Form zu geben; Formlosigkeit macht mich unbehaglich. Für mich ist das Schreiben eine Möglichkeit, die Ideologie zu bekämpfen, mit der wir in Großbritannien schon viel zu viele Jahre leben. Lyrik unterstreicht, glaube ich, von ihrem Wesen her, in ihren Rhythmen, großzügiges und leidenschaftliches Leben."







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