Tove Jansson

Tove Jansson
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Tove Jansson (1914-2001) wuchs in Helsinki auf als das älteste Kind der Künstlerin Signe Hammarsten Jansson und des Bildhauers Viktor Jansson. In ihrem autobiographischen Roman Die Tochter des Bildhauers läßt Tove Jansson die sowohl bourgeoise als auch unkonventionelle Atmosphäre ihrer geborgenen aber abenteuerlichen Kindheit wiederaufleben, die so wichtig für die Bücher war, die sie schreiben sollte.

Sie studierte Kunst und Illustration, aber sehr früh wandte sie sich dem Schreiben zu. In den Mumin-Büchern erreichte sie eine perfekte Balance zwischen Text und Illustrationen. Das erste Mumin-Buch, Die kleinen Trolle und die große Flut (1945) handelt von Muminmamas und Mumintrolls Suche nach Muminpapa. Nach vielen Entbehrungen und Abenteuern wird die Familie wieder in einem idyllischen Tal vereint. In den acht nachfolgenden Büchern, vom Komet im Muminland (1946) bis zum Mumintal (1970), bleibt das Mumintal das Zentrum des Lebens der Familie. Abenteuer, Katastrophen und Abschiede sind wiederkehrende Themen, aber am Schluß ist die Familie immer wieder vereint und die Idylle bleibt bestehen.

Rund um diese Familie im Tal, mit Muminmama als natürlichem Zentrum sammelt sich langsam eine große vielfältige Zahl von Figuren: Fräulein Snork und Sniff, Snufkin und Klein-My, Fillyjonks, Hattifatteners und Hämulen, alle mit ihrer eigenen Persönlichkeit und Lebensphilosophie. Mit dieser Muminwelt hat Tove Jansson ein autonomen eigenes Universum geschaffen, eine verzaubernde und inspirierende Welt für jung und alt.

Die finnische Familie Mumintroll wurde Tove Janssons großer Durchbruch als Autorin von Kinderbüchern. Es wurde schnell ins Englische übersetzt, und so begann der internationale Erfolg der Mumin-Bücher. Sie sind mittlerweile in 34 Sprachen übersetzt worden: Bulgarisch, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Esperanto, Färingisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Norwegisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Samisch (Lappisch), Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Thai, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch und Walisisch.

Die Mumin-Bücher sind auch für verschiedene Medien bearbeitet worden: Theater, Oper, Film, Radio und Fernsehen. Die jüngste ist die japanische Zeichentrickserie in 52 Folgen. Tove Jansson hat viel Anerkennung für ihre Autorenarbeit geerntet: unter anderem bekam sie 1953 die Nils-Holgersson-Plakette, 1966 die Hans-Christian-Andersen-Medaille, 1977 den Mårbacka-Preis, 1972 den Preis der Schwedischen Akademie, 1976 die Pro-Finlandia-Medaille und 1996 den Preis der American-Scandinavian Foundation.






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