In dieser Ausgabe
LEITARTIKEL
"Kurz und gut" ist das Motto der 21. Ausgabe von Transcript
Foto: DM Vyleta
Aus dem Englischen von Andrea Salt
Transcript ist erwachsen geworden. Diese Ausgabe ist in mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein in der Geschichte von Transcript. Wir feiern nicht nur, was im Leben eines Magazins wohl dem 21. Geburtstag entspricht, sondern verabschieden auch den Chefredakteur, der Transcript durch die Kindheit und Jugendzeit begleitet hat. Im Namen von Literature Across Frontiers und allen, die zu diesem Magazin beigetragen und seine Veröffentlichung ermöglicht haben, möchte ich Diarmuid Johnson danken, der Transcript vor drei Jahren mitbegründete und für die ersten 20 Ausgaben verantwortlich zeichnete. Ich freue mich jedoch, dass Diarmuid Transcript nicht ganz verlässt, sondern uns als Mitherausgeber des Magazins erhalten bleibt. Chantal Wright, die wir als neue Chefredakteurin willkommen heißen, bereichert Transcript durch ihre Spezialgebiete Literaturübersetzung, Kinder- und Jugendliteratur und Immigrantenliteratur. Wie viele junge Europäer ihrer Generation fühlt sie sich als Leserin in verschiedenen Kultur- und Sprachräumen zu Hause.
Unser Format hat sich ein wenig geändert, insofern, als wir Ihnen in dieser Ausgabe - und hoffentlich auch in zukünftigen Ausgaben - die Arbeiten eines jungen Künstlers vorstellen. Darüber hinaus leisten wir eine Art zweifache Wiedergutmachung: Erstens treten wir mit der ersten von drei Mini-Anthologien, die einen Überblick über die zeitgenössische europäische Kurzgeschichte geben, für ein Genre ein, das von Verlagen vernachlässigt, aber von Schriftstellern und Lesern gleichermaßen geschätzt wird. Wir setzen uns zweitens - wenn auch nicht ohne Ironie - dafür ein, dass nach drei von der Frauenliteratur dominierten Jahrzehnten der 'männliche Blick' wieder entdeckt wird.
Warum gehört die Kurzgeschichte geschützt? Und was hat man sich unter einer männlichen Kurzgeschichte vorzustellen? Lesen Sie die Beiträge, um Antworten auf diese Fragen zu finden oder darüber nachzugrübeln - wie Maike Wetzel, die Autorin des Essays über die 'männliche Kurzgeschichte', und Faith Liddell, die Initiatorin der britischen Kampagne 'Rettet die Kurzgeschichte', die zahlreiche Meister des Genres aus dem 20. Jahrhundert zitiert. Und genießen Sie vor allem die unverkennbar männlichen Perspektiven unserer Geschichten aus dem Baskenland, Bosnien, Kroatien, Tschechien, Finnland, Irland, Italien und Norwegen.
Diese Ausgabe wurde herausgegeben von Alexandra Büchler und Chantal Wright mit freundlicher Unterstützung von Roman Simic, Leiter des 'Festivals der europäischen Kurzgeschichte' in Kroatien.
© University of Wales, Aberystwyth 2002-2009
site by
CHL



