NEUE TSCHECHISCHE BELLETRISTIK

Amerika ist eben einfach Amerika
Scarecrow8_70
Foto: Tom Salt
Emil Hakl

Aus dem Tschechischen (O létajících objektech, 2004) von Mirko Kraetsch

Übersetzt mit der großzügigen Unterstützung des Kulturministeriums der Tschechischen Republik

Ich steuerte auf den einzigen leeren Tisch zu, und ich hatte es noch nicht mal geschafft zu bestellen, als schon Mikes in der Tür auftauchte, hinter Mikes Ivanka und hinter ihnen noch irgendeine kleinere langhaarige Frau.
"Das hier ist Mrs. Shapiro aus Kalifornien", stellte uns Mikes vor, "end sis is Honzik ... Was haben sie denn hier vom Fass?"
"Staropramen", sagte ich und gab der kleinen Frau die Hand. Sie hatte eine harte Handfläche und einen Druck wir ein Maurer. Danach betrieben wir alle vier ungefähr eine Stunde lang Konversation. Nach diesem Stündchen erhoben sich Ivanka und Mikes, weil sie mit jemandem noch etwas verabredet hatten, und die Amerikanerin teilte ihnen mit, dass sie mit mir noch ein Bier trinken würde, weil sie es bis jetzt noch nicht geschafft hätte zu fragen, was ich täte und wie es mir ginge.
"Also wir gehn, und ihr habt mal noch viel Spaß hier", sagte Mikes, und dabei schien es mir, dass er irgendwie viel zu solide guckte, normalerweise konnte er sich irgendein einfaches Witzchen nicht verkneifen.
Ich blieb mit ihr alleine. Sie hatte ein mageres Gesicht, undurchdringliche graue Augen, dichtes welliges Haar. An ihrem Haar konnte ich mich nicht satt sehen. Sie hatte so viel davon, dass es für drei Frauen gereicht hätte, und es wäre immer noch genug gewesen. Es war zu hören, wie sich draußen die unregelmäßigen Regenböen jagten. Mir tat ein Zahn weh. Aus der Jukebox ertönte schon zum vierten Mal "Nightclubbing".
"Magst du Iggy Pop?", fragte sie sachlich.
"Nicht so wirklich."
"Und was magst du?"
Ich nannte ein paar Bands.
"Ich mag Iggy Pop", sagte sie mir daraufhin.
Ich beschloss, das ein bisschen zu beschleunigen: "Ansonsten bin ich momentan ohne Arbeit, von morgens bis abends liege ich zu Hause, lese und sehe fern."
"Hm, aber das ist ein bisschen ...", es war zu sehen, wie sie überlegte, welches Kaliber sie verwenden sollte, "ein bisschen stupide, nich?"
"Isses, aber es beruhigt mich."
"Beruhigt?"
"Ja. Das hat nämlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Das ist eine Welt für sich."
"Und dir macht es nichts aus, dass du nichts tust?"
"Ich mache mir ein bisschen Vorwürfe, das schon."
"Also warum suchst du dir nicht was?"
"Weil ich wenigstens einmal im Leben ein paar Jahre nur für mich selbst haben will. Zwei, drei Jahre."
"Und dann?"
"Dann klettere ich wieder zurück dort rein, und bis zu meinem Tod werd ich mich da nicht wieder rausfitzen können."
"Und was guckst du so im Fernsehen an?"
"Das ist ziemlich egal, was ich weglasse, sind nur die publizistischen Sachen, der meiste Sport, Serien, Spielshows und amerikanische Filme."
"Aha. Und warum lässt du amerikanische Filme weg?"
"Weil ich die echt nicht leiden kann."
"Und wieso?", bewertete sie mich mit grauem Auge um.
"Weil sie üblicherweise mit gefühlsmäßiger Erpressung gröbsten Kalibers arbeiten."
"Wirklich?", sagte sie und nahm einen Schluck.
"Natürlich", antwortete ich und versenkte die Nase in mein Halbliterglas. Durch das dicke Glas hindurch schaute ich sie an; sie hatte eine entsetzlich vorgewölbte Stirn mit einem riesigen, rötlich leuchtenden, zotteligen Haarschopf und darunter eine kleine strenge Schnute. Sie sah unzufrieden aus.
"Aber was ist denn zum Beispiel mit 'Der alte Mann und das Meer'? mit Spencer Tracy?", fiel ihr ein.
"Das ist der allergrößte Mist von allen!", sagte ich und mein Herz begann zu klopfen. "Wie da dieser Opa mit dem Fisch spricht, als ob er der ganzen Welt einen Vortrag halten würde; und wie da alles mit grundlegenden Bedeutungen vollgestopft ist! 'Der alte Mann und das Meer? ist eine künstliche, überstilisierte, pathetische und durch und durch falsche Scheiße! Übrigens kann das ja auch gar nicht besser sein, wenn schon der Autor der Vorlage selber einen Dreck wert ist! Da mag ich schon lieber 'Robocop', der ist wenigstens aufrichtig, und vielleicht steckt in dem, wie sich einmal zeigen wird, mehr Wahrheit, als allgemein angenommen wird. Nur belästigt einen auch dort eure egoistische Paranoia: USA kontra Verschwörung des restlichen Weltalls!"
"Mag sein, aber es existieren ja doch wohl auch gute amerikanische Filme ..."
"Ja, das sind Ausnahmen, aber im Vergleich zur Tatsache, dass Hollywood nichts anderes ist als ein digitales Kultur-KZ, kann man sie vernachlässigen, und außerdem existieren Filmnationen, wo ein schlechter Film die Ausnahme ist", sagte ich und merkte, wir mir das Adrenalin schon wieder einen Bärendienst erwies.
"Und welche zum Beispiel?"
Mir blieb nichts anderes übrig als weiterzumachen: "Deutschland, Italien, Russland, Polen, Ungarn, und auch Holland und Estland und Finnland ..."
Einen estnischen Film hatte ich mein ganzes Leben noch nicht gesehen. Holländische vielleicht vier, einschließlich irgend so einer Komödie, wo in einem fort ein Pudel mit einem Besen verwechselt wird und ein Postbote, der in Wirklichkeit eine Frau ist, mit einem Auftragskiller.
"Gut", richtete sie durch das Dickicht dieser unglaublichen Haare ihre Augen auf mich, "also du magst Iggy Pop nicht und keine amerikanischen Filme. Aber sag doch mal: was magst du denn nun eigentlich?"
Was mag ich denn nun eigentlich? Na denn Regen doch, der sich draußen auf die Dächer herabsenkt, die glänzenden Gleise. Den Gesang der Vögel früh um vier. Die flirrenden Sterne über dem Böhmischen Mittelgebirge. In Kiefernnadeln raschelnde Rosskäfer. Zunehmend die gleichen Freunde. Weiche Blondinen in Buchhaltungsbüros. Die blassen Mädchen aus den Neubaugebieten. All diese ewig stinkigen Rumopas. All diese humanistisch gebildeten Froschkönige, mit denen es sich so hübsch herumquatschen lässt und die dann für einen keinen Finger krumm machen. Und letzten Endes auch all diese flinken Arschlöcher, die einen abfertigen, noch ehe man es schafft sie zu bemerken, weil das ihre Art zu kommunizieren ist. Alle, neben denen es eine Freude ist auf dieser Erde zu existieren, die bewohnt ist von Aberglauben, von hohlen Phantomen und stillen, hartnäckigen Manien. Alles, verdammt noch mal ...! Alles mag ich! Alles, was hier ist und was hier sein wird, wenn ich nicht mehr hier sein werde. Alles!
"Alles", sagte ich.
"Wie bitte?"
"Na, zum Beispiel mag ich finnischen Wodka, besonders wenn es draußen so scheußlich ist. Wollen wir nicht einen trinken?"
"Mit Vergnügen."
Wir kippten einen Finlandia in uns hinein und gingen zu vergeistigteren Themen über.
"Und du? Wie fühlst du dich in diesem Leben?", stellte ich eine Frage, auf die ich selbst schwerlich eine Antwort finden würde.
"Ich nehme alles mit, ich bin Tänzerin, leite eine Ballettschule in Kalifornien und bin ein wenig unausgeglichen, weil ich nicht mehr ganz jung bin", sagte sie ohne nachzudenken. "Ihr habt hier gutes Bier, das Personal benimmt sich zwar wie Trampeltiere, aber das Bier ist gut ... Naja, und ansonsten bin ich im Prinzip zufrieden, nur zur Zeit bin ich ein bisschen neben der Spur, irgendwas fehlt mir und ich weiß nicht genau, was. Es ist, als ob irgendwas ... verschwunden wäre, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll ... Ich habe einen Mann und Kinder und Arbeit und ein Haus, aber etwas fehlt mir. Vielleicht ist es auch nur irgend so eine Kleinigkeit, wie zum Beispiel Oxytocin ..."
"Was ist das, Oxytocin?"
"Das ist ein Stoff, der sich Frauen beim Vögeln im Gehirn anreichert. Ein Stoff, der die Fähigkeit zu Sozialkontakten unterstützt. Das Gegenteil führt zu Isolation, was unangenehm ist, deshalb ist in solchen Angelegenheiten Regelmäßigkeit wichtig."
"Aha", sagte ich, "siehst du, bei mir ist es das ganze Leben lang so, dass manchmal lange überhaupt nichts ist, und dann wieder ständig, in einem fort."
"Hm ... Vom Standpunkt der Frau aus ist es besser vielleicht auch nur einmal im Monat, aber regelmäßig, als einmal so, ein andermal wieder so."
Angst erfüllte mich. Mein Leben basierte regelrecht auf Unregelmäßigkeit. Falls sie Recht hatte und das allgemein galt, dann musste ich von Grund auf alles umbewerten, was mir je zugestoßen war.
Ich sagte ihr das. Sie lachte darüber ungefähr fünf Minuten.
"Und wie fühlst du dich in diesem Leben?", knüpfte sie an, als sie genug gelacht hatte.
"Ich weiß es selbst nicht, es ähnelt einem Spiel, wo es darum geht ein Stück weiterzukommen; und weiter kommst du nur, indem du fortwährend alles auflösen und demontieren musst, was nicht mehr aktuell ist. Um dich springen eine Menge von allen möglichen mehr oder weniger gruseligen Figuren herum, aber die sind vor allem deshalb dort, damit es nicht aufhört dir Spaß zu machen; die Haupthandlung spielt sich im leeren Raum ab, in dem verlassene Skafander herumschweben ..."
"Bitte?"
"Naja, Skafander", hörte ich mich sagen, nun ja, ich hatte schon eine ordentliche Reihe Wodkas intus. "Und wenn ich zu einem hinkomme, dann krieche ich in ihn rein und bleibe eine Weile drin. Ich probiere aus, was es macht, bewege dies und das, sitze darin unter Leuten, gehe damit irgendwohin auf Arbeit. Aber dann beginnt es an mir und um mich herum auseinanderzufallen, und man muss wieder etwas anderes probieren."
"Aber jetzt gerade hast du, glaube ich, keinen Skafander an", sagte sie vorsichtig.
"Klar hab ich", quirlte ich mit einem Finger unter meinem Gesicht herum und zog an meinen Schwimmringen. "Das Leben funktioniert nur, wenn du im Skafander bist, weil um den Skafander herum nichts, aber auch überhaupt nichts ist. Rundherum ist nur ... Gelächter ... And all around it's just a laugh", sagte ich. Bloß hatte ich bei der Herstellung der Endung im Wort "laugh" ein wenig die Zunge herausgestreckt, und sie hatte aller Wahrscheinlichkeit nach "love" gehört.
"Yes!", stieß sie hervor und schnappte hart nach meiner Unterlippe. "Yes ... du hast ... einen herrlichen männlichen Mund! Einen herrlichen männlichen Mund!", flüsterte sie mit tiefer Stimme und zog mich zu sich heran. Ich versuchte mich ihr ein wenig zu entziehen, aber sie ließ nicht locker. Ihre Lippen spannten sich und erstarrten, und sie flüsterte mir heiß ins Ohr: "Ich habe mein Leben, ich habe einen Ehemann, ich habe zwei Kinder, ich habe eine Arbeit, die mir tatsächlich Spaß macht, ich bin glücklich und bin zufrieden ... Aber das alles will ich heute vergessen ... Heute wird es nur mich und dich geben, uns zwei ... Und was morgen sein wird, das ist mir völlig egal ..."
Sie klemmte meine Unterlippe ein und kaute an ihr herum und verdrehte sie auf jede erdenkliche Art und Weise. Mit meiner peripheren Wahrnehmung sah ich, wie uns die meisten Gäste beobachteten. Ich versuchte nicht mir vorzustellen, wie in etwa das aussah. Schon die Tatsache, dass niemand auch nur lächelte, sagte genug. Es war eher, als würden sie teils gleichgültig, teils angewidert warten, was wohl daraus werden würde, ob Körperverletzung oder hysterische Spontankopulation oder was auch immer. Als gangbarster Weg erschien mir, mich öffentlich mit ihr zu küssen und dadurch die Situation zu legitimieren. Kaum hatte ich daran gedacht, tat sie es auch schon. Ich spürte, wie sie mir mit ihrer Zunge irgendwo an den Mandeln herumfuhr. Dazu betete sie irgendwelche Verlautbarungen herunter. Es war, als würde ich mich mit einem betrunkenen Krematoriumsangestellten küssen.
Alle kehrten zu ihren angefangenen Gesprächen zurück.


Nach einer halben Stunde zahlten wir und traten hinaus auf den nassen Zizkover Bürgersteig. Wir liefen los, immer bergab, und nach einer Weile fanden wir uns in der blinkenden chinesischen Ecke unten an der Viktorka wieder, in diesem Termitenhügel aus Pfandleihen, Ramschgeschäften, Videotheken, Second-Hand-Läden, mit Laser angeleuchteten Spielsalons und Bars. Aus den kleinen bunten Höhlen ertönten Jingles, Handys, Digitalmusikstückchen, Gelalle, Geschimpfe und Gelächter. An der Straßenecke kotzte eine ordinäre Braunhaarige und ein geschniegelter Schönling in einem herrlich glänzenden Ledersakko machte es ihr leichter. "Mach hinne, Fotze, wir sollten schon längst dort sein! Hab doch gesagt, sauf nich! Oder hab ich dir's etwa nich gesagt?"
Dazu begann es wieder ganz leicht zu regnen.
"Das hier ist die Landschaft meiner Kindheit", sagte ich, "hier bin ich aufgewachsen."
"Wirklich?", entgegnete sie.
"Ja. Nur damals sah's hier anders aus, damals herrschte hier angenehmes, laues Mittelalter, durch die Nacht flogen Fledermäuse und Eulen, es gab hier nicht diese Spelunken, und geprügelt wurde sich nur Freitag und Samstag Abend."
"Hm ... Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, wo sich seit meiner Kindheit nur die Kirche verändert hat. Sie ist bei einem Erdbeben zusammengefallen, also haben sie sie neu gebaut."
Mitten im Gespräch schob sie ihren Rock hoch, ging in die Hocke und pinkelte direkt mitten auf die Straße. Es machte ihr überhaupt nichts aus, dass ein paar Meter hinter ihr ein Opel verstört bremste.
"Achtung, ein Auto", sagte ich.
"Okay, okay, der wird schon warten", antwortete sie ruhig.
Ich schaute zu, wie sich das wilde goldige Bächlein im Licht der Scheinwerfer seinen Weg zwischen den Pflastersteinen bahnte, und ich musste zugeben, dass mich das fesselte. Wir waren noch nicht einmal zwanzig Meter weitergegangen, als sie mir nichts, dir nichts anfing ihr T-Shirt auszuziehen.
"Schau", sprach sie mit ernster, tiefer Stimme, "das ist mein kleiner amerikanischer Körper, siehst du, das sind meine amerikanischen Brüste ... Ich bin ansonsten anständig, ich hoffe, das begreifst du, aber du hast jetzt die Gelegenheit ... Du darfst jetzt ... Verstehst du!"
Ich verstand absolut präzise. Ich sehne mich selbst mein ganzes Leben lang einzig und allein nach Ereignissen, die sich in keiner Weise beeinflussen lassen, die sich weder herbeirufen noch beenden lassen, die kommen und gehen wie das Erdbeben, das die Kirche in ihrer Geburtsstadt zerstört hatte. Allerdings hatte sie sich nicht den geeignetsten Ort ausgesucht. Ein Stück von uns entfernt brummten die Glühbirnen über dem Eingang zu irgendeinem Nachtlokal. Zu beiden Seiten der Tür glommen die stillen Lichtchen von Zigaretten. Ich zog ihr das T-Shirt wieder an. Aber Mrs. Shapiro beabsichtigte nicht einfach so aufzugeben. Wieder riss sie energisch ihre Joppe hoch. Und ich zog ihr die Joppe wieder herunter. Eine Weile machten wir so weiter.
Aus der Dunkelheit ertönten die ersten Kommentare: "Lass se, soll se's doch ausziehen!", "Geh nach Hause, Alter, und steh nich im Weg rum!", "Lass se hier und hau ab!"
Genau jetzt war es Zeit zu verschwinden. Das hatte auch sie bereits begriffen. Ich nahm sie an die Hand und zog sie weg. Nach ein paar Schritten hörte ich, wie mindestens drei von ihnen begannen, uns schweigend zu folgen. Clint Eastwood hätte dass möglicherweise anders geregelt, aber nach der nächsten Ecke schubste ich sie in den dunklen Eingang einer Zizkover Mietskaserne, ich zog sie mit bis hinter auf einen kleinen Hof und dort fing ich an, ihr hinter einem Haufen schimmliger Klamotten und zerbrochener Schränke zur Beruhigung den Rücken zu kraulen. Im Durchgang schlug eine Tür zu. Oben auf dem Gang bellte ein Hund. Dann war Ruhe. Die kleine Mrs. stand dicht bei mir, zog mir mit dem nassen Drahtgeflecht ihrer Haare Striche übers Kinn und atmete mir auf den Hals wie eine Muräne. So, du Doofi, sagte ich mir, falls es denen darum geht, dir einfach so aus Übermut den Schädel einzuschlagen und diesen Cheerleader hier zu vergewaltigen, dann hättest du dir für sie keinen besseren Ort aussuchen können.
"Keine Angst", sagte Shapiro mit sehr stiller Stimme, "ich bin ganz ruhig."
"Ich auch", log ich, "aber es kann nichts schaden, wenn wir eine Weile warten."
"Yes", flüsterte sie.
Es vergingen einige Minuten. Der Gestank von Urin und verfaulendem Holz stieg uns allmählich zu Herzen. Wir gingen zurück zur Tür. Ich griff nach der Klinke und öffnete sie. Die Straße war leer. Wir gingen hinaus und kamen zum nächtlichen Stadion. Die grauen und grünen und bläulichen und gelblichen Mietskasernen standen am Abhang über der Viktorka und ähnelten einer Felsenstadt.
"Also, was jetzt?", sagte ich.
"Das beste wird sein, wenn wir zu mir fahren und uns einen heißen Tee machen", klapperte sie mit den Zähnen.
"Und wo wohnst du?"
"Ein Stück von so einem runden Platz entfernt, wo überhaupt nichts ist, nur Gras und Schienen."
Ein paar Mal winkte ich vergeblich nach einem Taxi. Dann hielt so ein





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