In dieser Ausgabe
NEUE TSCHECHISCHE BELLETRISTIK
Nachtarbeit
Suhrkamp: Nachtarbeit
Aus dem Tschechischen (Nocní práce, 2001) von Eva Profousová und Beate Smandek
(c) Jáchym Topol 2001 (c) Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main. 2003. All rights reserved.
Sie gingen ihr nach, nahmen ihr die Flaschen weg. Am Nachmittag fing sie zu trinken an, und bis zum Abend hatte sie ihre Verstecke vergessen. Sie nahm eine Flasche aus der Wäschekommode, trank, ließ die Flasche wieder verschwinden, vergrub sie unter einem Berg von Kleidern, ging weiter, legte eine Spur aus Zigarettenasche hinter sich, vergaß brennende Kippen auf dem Tisch, auf der Kommode, manchmal machte sie ein Fenster auf und warf die Kippe hinaus. Das Fenster schloß sie dann sorgfältig wieder. Die Möbel waren mit Brandflecken übersät, mit schwarzen Furchen, auch auf dem Teppich waren kleine rostrote Stellen von Zigarettenstummeln. Sie gingen ihr nach, sie stieß mit Beinen, Ellbogen, Rippen gegen die Möbel, sie hatte am ganzen Körper blaue Flecken. Sie gingen ihr von einem Zimmer ins nächste nach, mitunter blieb sie in der Küche, da hatte sie ihre Flaschen hinter dem Herd und hinter der Spüle, diese Plätze kannten sie schon gut. Sie hatte eine Flasche im Flur hinter dem Schuhschrank versteckt, eine andere hinter dem Spiegel.
Im Badezimmer gab es so viele Schränkchen mit so vielen Fächern, so viele Haufen schmutziger Wäsche, Berge von schmutzigen Handtüchern und Bettlaken, Vaters Hemden, alte Klamotten und ihre Trainingsanzüge und Nickis, da konnte sie die kleinen Fläschchen überall dazwischengesteckt haben.
Die fand Ondra im Grunde ganz zufällig. Der Kleine freute sich über sie. Besonders gefielen ihm die runden Blechverschlüsse. Wenn sie aus der Schule kamen, warf der Kleine gleich die Tasche in eine Ecke und flitzte ins Bad suchen. Aber er fand selten was allein. Er greinte und bettelte bei Ondra, er soll ihm suchen helfen. Von den Blechverschlüssen hatte er eine ganze Sammlung. Er konnte sie in der Schule gegen Kaugummipapiere tauschen.
Ondra nahm die Flaschen und schüttete sie aus, kaum daß sie ein paarmal daraus getrunken und sie vergessen hatte. Er schüttete sie in die Spüle aus, der Wein roch aus dem Ausguß, er machte den Wasserhahn an.
Aber trotzdem, sagte der Kleine, als sie schon im Bett lagen.
Was?, fragte Ondra.
Wieso verkriecht sich die Mama immer in dem kleinen Zimmer und starrt das Foto von Eluzína an?
Das ist kein Foto. Das ist ein Bild. Ne Zeichnung.
Was ist besser? Ein Junge sein oder ein Mädchen?
Ein Junge, sagte Ondra.
Wieso starrt sie dann immer die Eluza an?
Nu schlaf schon.
Trotzdem war's besser, als sie beide getrunken haben, sagte der Kleine.
Wohl schon, sagte Ondra.
An einem dieser längst vergangenen Sommernachmittage, als sie noch alle zusammen waren, hatte der Vater ihnen Wassermühlen geschnitzt. Sie verbrachten die Tage in einem Gartenlokal in der Nähe der neuen Wohnung.
Vorher war der Vater jeden Morgen in Sakko und weißem Hemd zur Arbeit gegangen. Jetzt arbeitete er in einer Fabrik. Sie zogen in eine Arbeitersiedlung am Prager Stadtrand um.
Aber das Gartenlokal fanden sie gut. Es war auch kein anderes da.
Diese Kastanien duften wie wahnsinnig. In ihrem Duft liegt ein schon irreales Begehren!
Ist Ihnen wohl bekannt, junge Frau, daß eben unter solchen Kastanien die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei gegründet wurde? Nun?
Häufig verbrachten auch Papas neue Kollegen diese langen Nachmittage mit ihnen. Vor allem seine direkten Vorgesetzten, der Werkmeister Detmar und der Brigadier Dudek. Letzterer ließ die Mama nicht aus den Augen.
Dieser Duft ... er hat wirklich etwas direkt Geschlechtliches. Ich liebe die Natur. Und Sie?
Der Werkmeister Detmar, ein riesiger fetter Kerl, haute mit der Faust auf den Tisch. Detmar sah aus, als ob er schon in Gummistiefeln, Blaumann und Schirmmütze zur Welt gekommen wäre. Er umarmte den Vater. Der Vater hielt die Gläser auf dem Tisch fest. Auf dem Tisch standen eine Menge Gläser, Gläschen, Flaschen, es waren Teller da mit Wienern, Körbe mit Brot und Rohlíky, Hackbraten, eingelegte Wurst mit Zwiebeln ... jeder konnte sich nehmen ... und sie langten mit beiden Händen zu ... wer in der Fabrik arbeitete, ging jeden Tag ins Wirtshaus, die ganze Familie, nach der Arbeit ... so machte man das, damals schien im Sommer immer die Sonne.
He Leute, brüllte Detmar aus vollem Hals ... erst ham die Jungs und ich gesagt, na toll, 'n Tintenkleckser, 'n Weißhändchen, was fang' wir denn mit dem an ... soll er den Hof fegen! Die schicken uns einen Tintenkleckser nach dem andern rüber, daß wir schon mit denen heizen können, sag ich noch ... aber nee! Der Typ hat's drauf, schleicht gleich durch die Hallen, immer auf'm Quivive ... frißt sich wo ne Maschine fest, gleich zack! Unser Lipka hier steckt zwei Drähte zusammen, putzt die Flansche durch, und weiter geht's ... der kriegt auch ne alte Lüftung wieder flott, aber hallo, sag ich, Detmar schlug dem Vater auf den Rücken, der issen echter Kerl, der hat die Eier, wo sie hingehören! Die Gnädigste wird entschuldigen ...
Selbstverständlich, nickte Mama und bestellte noch ein Glas Weißwein. Zuweilen knabberte sie an ... einem Stückchen Fisch, einem Häppchen Käse ...
Der Brigadier Dudek kratzte dauernd die weißen Pusteln an seinen Mundwinkeln auf, er rutschte auf seinem Platz hin und her, glotzte die Mama an, platzte endlich heraus: Sie essen so herrlich! Sind Sie nicht doch Französin?
Aber geh, du Wirrkopf, Mama schmierte ihm mit der Fingerspitze Senf auf die Nase. Schaff lieber mal ein paar Schnäpse ran, komm schon ...
Na!, der Werkmeister Detmar zwinkerte dem Vater zu. Da biste bei uns aber gemütlich aus'm Weg geräumt, wa? Ist doch prima bei uns, oder nicht? Andre hocken im Knast oder sind über alle Berge, aber bei uns in der Fabrik kann dir keiner'n Haar krümmen ... nee, im Ernst!, er senkte die Stimme, die Kommunisten bleiben nicht dran, könn' die gar nicht, die sind fix und alle ... die Amerikaner und der Westen schauen doch da nicht zu ... ist ja schließlich nicht blutigstes Asien hier, wir sind doch ne westliche Demokratie, Scheiße, oder?
Halt lieber dein Maul, fuhr der Brigadier Dudek dazwischen und krachte ein Tablett Schnapsgläser auf den Tisch.
Zum Wohl, sagte Mama.
Zum Wohl, sagten alle.
Ondra schaute dem Vater auf die Hände. Zu der Zeit passierte beim Vater immer was mit den Händen, mit den Fingern. Unruhig fuhr er mit den Handflächen über den Tisch, hatte ständig was mit den Händen zu schaffen, mußte alles anfassen, umbiegen, drücken, zwischen den Handflächen rollen ... am liebsten verdrehte er Draht, Isolierdraht, den klaubte er vom Fabrikhof auf, soviel er wollte, der Draht drehte sich in seinen Händen wie von alleine, der Vater bog Tiere aus dem Draht, Raketen, der Kleine quiekte vor Begeisterung ... vom Fabrikhof, wo Vater fegte, konnte er jederzeit in die Hallen zu den Maschinen, da war er gern gesehen ... er steckte Blechstückchen ein, Schellen aus Metall, Riemen ... baute den Jungs Windmühlen aus Blech ... auch an diesem herrlichen Sommertag im Gartenlokal flogen seine Finger nur so, er streckte den Arm, packte einen Zweig, knacks, war er ab ... alle kuckten ... er holte sein Taschenmesser raus, klappte es auf, und ritsch, ritsch, ratsch, ratsch, schälte er die Rinde ab ... und hielt eine Wassermühle hoch ... Mir nach!, kommandierte er ... und sie waren ihm hinterhergerannt, damals, die ganze Meute, die Jungs aus der Siedlung, an der Spitze trabte erhobenen Hauptes Ondra, im Schlepptau den Kleinen ... mit diesen Jungen war überhaupt nicht gut Kirschen essen ... und nun hatten sie auch was ... diesen Vater! ... dem alle nachlaufen ... sie liefen zum Holzschuppen mit dem Teerdach, zum Klo, an der Wand eine Rinne, da floß pausenlos Wasser, schwemmte die Hektoliter von bierigem Urin davon ... die ganzen Leute um sie herum lachten schon, auch Frauen drängten sich an der Tür ... und der Vater installierte geschickt die Wassermühle, und die fing an, sich zu drehen ... im nie versiegenden Strom, klipp, klapp, klapperten die Stöckchen, sie drehten sich wie Flügel von einer richtigen Mühle ... und gleich sprang Detmar vor, seine riesige Gestalt versperrte einem fast die Sicht, er lehnte sich zurück ... und da klapperte die Wassermühle erst los! Das fanden alle toll.
Mensch, laß dir das patentieren, schwallte Dudek, schon betrunken, er duzte den Vater, drückte sich an die Mama, meinte, daß es keiner sieht ... die anderen Männer zückten hier und da ihre Taschenmesser, sie wollten für ihre Jungs auch Mühlen schnitzen, man wird sich doch von so einem Tintenkleckser nicht die Schau stehlen lassen, aber nichts da ... die Messer rutschten ihnen an der Kastanienrinde ab, man muß das Holz gut aussuchen!, die Gabel ... deren Mühlen hatten überall Huppel, das Holz war gespalten, teilweise floß Blut, übers Abrupfen der Zweige kamen sie nicht hinaus ... Ondra und der Kleine, vor Aufregung puterrot, waren die Helden des Tages ... für ein paar Jungs, die ihn verzweifelt anflehten, schnitzte der Vater auch noch Mühlen, aber nur Ondra und der Kleine konnten ihre so aufstellen, daß sie klapperte, klapperte, einwandfrei schnurrte ... da muß man schon Übung haben.
Und das war nur der Anfang. Als nächstes kamen die Windräder. In den Werkhallen bekam der Vater so viele Blechplatten, wie er wollte. Kunstfertig stellte er daraus gigantische Wetterfahnen her, funkelnde Anordnungen von raffiniert zusammengesteckten Windrädern. Keiner in der Straße hatte je zuvor so etwas gesehen.
Ondra und der Kleine standen am Fenster, stolz und glücklich, und der Wind tat sein Werk in den miteinander verkuppelten metallenen Rädchen.
Es ist ganz einfach, sagte der Vater zu ihnen, mit düsterer Miene, als hätten sie ihn etwas gefragt. Masse wandelt sich in Bewegung um, und die dann in Klang.
Der Wind drehte die Räder, die Blechplatten schienen pausenlos irgendwem zuzuwinken. Diese Bewegung hatte etwas geradezu Jauchzendes. Es war fast der versinnbildlichte Gruß. Der Wind heulte und pfiff durch alle Biegungen des Blechs, ein betender Kobold. Das schoß der Mama durch den Kopf.
Der Vater stand mit Meßgeräten und Zirkel an den rotierenden Rädchen und prüfte Windstärke und Windrichtung. Über seine Messungen führte er sorgfältig Buch. Machte immer neue Experimente. Die Leute aus der Umgebung kamen freilich nur, um die Pracht zu bewundern.
Und einmal ... hielt vor dem Haus ein großes schwarzes Auto voll mit Genossen vom Kreisausschuß an. Die Mama machte ihnen die Tür auf, aschfahl. Aber die Genossen waren ganz fröhlich und redeten hochbeglückt. Einem von ihnen war nämlich eingefallen, daß die rotierenden Windräder in leuchtendem Rot die Spitze der Maidemonstration verschönern würden. Die Genossen machten Flaschen mit sowjetischem Sekt auf. Hast du noch andere Ideen, Genosse? Sie löcherten den Vater bis tief in die Nacht.
So war das.
Der Kleine konnte sich wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern.
Schläfst du?, fragte Ondra.
Noch nicht.
Mit dem Vater ist das wie mit Käpt'n Nemura, erklärte Ondra dem Kleinen. In einer dunklen Windung seines Hirns ist die Idee aufgekommen, das Leben auf der Erde zu verändern. Der Vater arbeitet an einer gewaltigen Erfindung. Ich war in den Labors, ich hab's selber gesehen. Wenn er damit fertig ist, verschwinden wir. Wir fliegen weg!
Mit der Mama?, fragte der Kleine.
An der silberglänzenden Wand vom Raumschiff vom Käpt'n Nemura steht's geschrieben: No kids, no pets, keine Rotznasen und Weiber an Bord.
Menno, quengelte der Kleine.
Tja, sagte Ondra. Pech gehabt. Sag mal, was'n das für'n Gefühl?
Was?
Na, findste das nicht komisch, irgendwie blöd?
Was?
Wenn sie dich so rausputzt!
Weiß nicht. Der Kleine rutschte neben Ondra im Dunkeln unruhig hin und her.
In die Schule könntste so nicht gehen, das wirste wohl zugeben!
Ich weiß nicht!
Wie, du weißt nicht? Die würden sich alle totlachen!
Aber ich mach's doch nur zu Hause!
Ondra kam aus der Schule, Mama hatte sich im Bad eingeschlossen. Er hörte die Dusche - und den Kleinen, wie er kicherte. Er war mit der Mama da drinnen.
Ahoj! Was macht ihr da?, rief Ondra und klopfte.
Er machte die Tür vom Bad auf und sah die Mama auf der Wanne sitzen, die Dusche lief, wie immer, wenn sich die Mama hier einschloß. Sie saß auf der Wanne. Hatte den schwarzen Rolli an, den trug sie jetzt öfter, oder die Hemden vom Vater. Neben ihr stand ein Mädchen. Das halbe Gesicht mit Lippenstift vollgeschmiert. Haarspangen auf dem Kopf. Ein Röckchen an. Als das Mädchen den Mund aufmachte, war es der Kleine. Ahoj, sagte der Kleine.
Ondra knallte die Tür zu und ging in die Küche.
Nach einer Weile kam ihm die Mama hinterher.
Sag mal, kommt man so nach Hause? Was soll das Theater, hm?
Ondra ließ sie stehen und ging ins Zimmer, er legte sich aufs Bett, nahm irgendein Buch und tat so, als ob er liest.
Nach einer Weile kam der Kleine angedackelt. In seinen eigenen Sachen.
Du suchst dir schon dein Kostüm für'n Fasching aus, was?
Wir machen Spaß, sagte der Kleine. Sie singt mir vor und so.
Du bist doch kein Baby mehr.
Weiß ich ja, sagte der Kleine. Aber sie ist dann ruhig, verstehste.
Sie ist ruhig, wenn du in Mädchenkleidern rumläufst? Mädchenkleider! Weißte was, das sag ich morgen den Jungs!
Das machst du nicht! Nee! Das darfste nicht!
Und der Kleine bettelte und beschimpfte ihn, wollte ihm alles versprechen.
Nur hätte Ondra es sowieso keinem gesagt. Daß er einen Bruder hatte, der zu Hause Mädchenkleider anzog.
Wenn sich die Mama im Bad einschloß, blieb der Kleine immer vor der Tür stehen. Manchmal hörten sie sie reden, wegen dem Rauschen vom Wasser war aber nicht zu verstehen, was sie sagte. Der Kleine probierte, durchs Schlüsselloch ins Bad zu linsen, aber wegen dem Dampf sah er nichts. Er spitzte die Ohren, und wenn lange Zeit kein Laut aus dem Bad kam, legte er los: Mamaaa, mach auf! Ich hab Hunger! Ich möchte was trinken. Er wartete ein bißchen und rief dann noch mal: Mama! Wieviel Uhr ist das? Die Uhr ist stehengeblieben! Manchmal murmelte der Kleine was mit verstellter Stimme, und danach rief er laut: Hier ist wer! Es war selten Ruhe. Ondra versuchte zu lesen, aber wenn der Kleine an der Badezimmertür stand und seinen Lärm veranstaltete, ging es nicht.
Als der Kleine das erste Mal schrie: Hier ist wer!, stellte sich Ondra vor, wie ein bleicher Typ in schwarzem Mantel vor dem Kleinen steht, seine Hände nach ihm ausstreckt, von denen in einer langsamen Bewegung die Ärmel zurückrutschen, bis die langen Zotteln auf den Pranken des Fremdlings zu sehen sind, die furchtbaren gebogenen Krallen ... Er jagte den Flur zum Bad hinunter, beinahe hätte er den Kleinen umgerannt.
Jetzt rief der Kleine wieder: Hier ist wer!, und genervt stand Ondra auf, klappte sein Nemura-Heft zu, schnappte sich die Karten, schlurfte durch den Flur, ließ sich beim Kleinen nieder, sie lehnten sich mit dem Rücken an die Badezimmertür, und Ondra sagte: Laß es endlich. Sie kann doch nicht raus. Sie ist doch nackt.
Die nackte Mama, sagte der Kleine und kicherte.
Ondra teilte aus. Sie spielten Mau-Mau.
Als sie herauskam, tastete Ondra in den Dampfwolken im Bad nach dem Hahn und drehte das Wasser ab.
So viele Flaschen er auch fand und ausgoß, sie hatte irgendwo immer noch eine. Manchmal langte sie in ein Versteck, das sie noch nicht entdeckt hatten, und der Kleine zupfte Ondra am Nicki, und sie hatten beide Mühe, nicht loszuprusten. Wenn sie betrunken war, schaute sie sie nicht an, sie kuckte einfach durch sie durch. Manchmal stellten sie ihr Stühle in den Weg, das war lustig. Sie umkurvte sie, stieß dagegen. Ihr Gesicht dabei zum Schreien.
Der Kleine war schon im Bett. Ondra ging ihr nach, bis sie sich zum Bett schleppte, und wenn sie mit allen Kleidern drinlag, ließ er sie in Ruhe. Aber diesmal hatte er eine Idee. Lachend lief er ins Bad zu den Körben mit der schmutzigen Wäsche. Was ist denn? Der Kleine kam ihm im Schlafanzug hinterher. Bleib hier, wirste schon sehen, Ondra erstickte fast vor Lachen. Er nahm aus dem Korb, was ihm gerade in die Finger kam, und lief zur Mama. Warte, er schob den Kleinen beiseite, der platzte vor Neugierde.
Er zog der Mama ein Hemd vom Vater an, aber den Pullover bekam er nur bis über ihren Kopf. Die Hose konnte er ihr auch nicht überstreifen, statt dessen warf er ihr Vaters Morgenmantel um die Schultern. Der verdeckte ihre Beine. Er stopfte ihr Kissen in den Rücken, es sah aus, als ob si
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