NEUE WALISISCHE BELLETRISTIK

Marta, Jac und Sianco
Scarecrow1_7011
Foto: Tom Salt
Ein Auszug aus dem Roman von Caryl Lewis

Aus dem Walisischen (Martha, Jac a Sianco, 2004) von Sabine Heinz


Übersetzt mit der großzügigen Unterstützung von Welsh Literature Abroad

23.


"Achtung, jetzt nicht den Kopf stoßen und laß bloß nicht los, sonst fall' ich auf 'm Hintern die Treppe runter."
Wacklig lief Marta die Treppe des Speichers hinunter. Während sich Sianco auf jedes von Marta's Worten zu konzentrieren versuchte, lag das Gerippe der Vogelscheuche wie ein Patient zwischen ihren und Sianco's Armen.
Die Gerste war in den Staub gesät worden, und zehn Tage später sproß frisches Grün in den Furchen des Feldes Marged und ein Schwarm von Krähen sprang wie kleine schwarze Wörter auf den Zweigen der umliegenden Bäume umher.
"So, nun vorsichtig hinlegen."
Der Scheuchenkörper wurde auf den Fußboden gelegt.
Sianco hatte ihn, aus Angst er könnte im Speicher frieren, für den Winter in ein Tuch gehüllt. Marta sah ihn an. Der Körper zerfiel mit jeder neuen Exhumierung mehr. Das Strohfleisch fiel allmählich vom Holzskelett und die Gedärme hingen aus der dunklen Jacke heraus. Sianco sah fast so aus, als wollte er heulen.
"Nu, komm schon, daß wir sie reparieren und neu aufstellen können oder es wird keinerlei Saat mehr auf dem Felde zu finden sein."
Marta brachte sauberes Stroh aus dem Stall, und Sianco zog Bindegarn für Strohballen aus dem Vogelscheuchenbauch. Sianco erwärmte sich langsam für die Arbeit und mit seiner, vor Hingabe gespitzt im Mundwinkel steckenden rosaroten Zunge ging er sie an. Je mehr Stroh in die Vogelscheuche gestopft wurde, desto mehr nahm sie wieder zu. Das Kreuz, an das sie gekreuzigt worden war, wurde gestreckt. Hin und wieder erschien Bob in ihrer Nähe, um ein Messer oder eine Schnur zu stibitzen und wegzutragen, und der arme Sianco mußte ihm hinterher rennen. Marta beobachtete ihn beim Arbeiten und wie er flugs fein die Löcher reparierte, die Mäuse in die Jacke der Vogelscheuche gefressen hatten. Marta und Sianco hatten sie vor circa vier Jahren neu eingekleidet, aber inzwischen waren die Sachen schäbig geworden. Sianco hatte ihr auch mit Farbe zum Schafe markieren ein neues Gesicht gemalt. Die aber war inzwischen verlaufen, so daß das Gesicht aussah, als wäre es blutverschmiert. Nachdem sie ein oder zwei Nägel eingeschlagen hatten, um die Vogelscheuche aufrecht zu halten, war deren Tansformation vollendet. Sie wurde auf die Füße und an die Wand des Kuhstalls gestellt. Marta sah sie lächelnd an, während Sianco über das ganze Gesicht strahlte. Nach einer kurzen Pause wurde sie noch einmal in ein Tuch gehüllt. Marta und Sianco faßten sie jeder an einem Ende an und begaben sich auf den Weg zum Feld Marged. Alle paar Meter mußten sie stehenbleiben, damit Marta Luft holen konnte. Marta hatte ursprünglich mit dem Gedanken gespielt, Jac zu fragen, ob er die Vogelscheuche mit dem Traktor zum Feld fahren könnte, aber er war heute mit Judy zusammen. So dachte sie also, daß es vielleicht am einfachsten sei, die Vogelscheuche selbst zu tragen. Jedes Mal, wenn Marta fünf Minuten ruhte, saß Sianco derweil auf dem Feldweg, den Kopf der Vogelscheuche auf dem Schoß und zählte die Namen der Blumen auf, die in der Hecke wuchsen.
"Quell-Sternmiere, Hyazinthe."
Obwohl es mild war, hatte Marta Probleme, die Vogelscheuche zu tragen.
"Margeritte, Vergißmeinnicht."
Wieder eine kleine Pause:
"Gamander-Ehrenpreis, Gänseblümchen."
Als Marta wieder die Vogelscheuche ergriff und losging, war ein Schweißfilm auf ihrer Stirn zu sehen. Sie fühlte, wie ihr Körper schwer wurde. Als sie zum Feld einbogen, flogen dutzende Krähen wie Fliegen von einem Kadaver auf. In einer Spur bleibend, um nicht die Saat zu sehr zu stören, liefen die zwei langsam zur Mitte des Feldes. Marta bemerkte, daß die Krähen sich wie eine bedrohliche schwarze Wolke auf der großen Eiche niedergelassen hatten. Jac hatte am Morgen ein Loch für die Vogelscheuche gemacht, so daß man sie nur noch hineinstecken brauchte. Außerdem hing sie an einem langen Pfahl, so daß man sie tief in den Boden rammen konnte, um sicher zu gehen, daß sie dem Wind stand hielt. Marta und Sianco stellten die Vogelscheuche auf die Füße und stießen sie in den Erdboden. Während Marta sie an den Füßen festhielt, trat Sianco die Erde um sie herum fest. Nachdem er damit fertig war, faßte Marta sie an und schüttelte sie. Sie stand fest genug.
"Was meinst du Sianco?"
"S...S...S...Sie ist schön", antwortete er mit einem breiten Lächeln. Marta drehte den Kopf und sah hinter sich. Die Krähen hatten sich etwas weiter weg verteilt. Einige saßen in einer Reihe auf der Stromleitung als formten sie einen Satz. Marta war kalt.
"Weißt du was?" innehaltend sah Marta zur Vogelscheuche hinauf, schloß ein Auge und hielt ihre Hand über die Augenbrauen.
"Ich glaube, sie braucht einen Hut."
Sianco mochte diesen Gedanken sofort und seine Augen leuchteten.
"Geh und hol einen von zu Haus'. Jac's alter Hut ist im Wirtschaftsraum."
Sianco lächelte sie an, als würde er eine Erlaubnis erwarten. Marta nickte ihm zu, bevor sie in Richtung des Hauses sah, und Sianco rannte lächelnd und so schnell er konnte los, so daß der Staub unter seinem Absatz hochstiebte. Marta sah ihm, mit der Garderobe der Vogelscheuche beschäftigt, zuerst nach und dann auf den Boden. Die jungen Ähren der Gerste sahen auf der braunen Erde wie das Fell von Tieren aus, und als die Sonne langsam sank, konnte Marta sich das Gesicht der Vogelscheuche ansehen, ohne mit den Augen zu kneistern. Ihr Kopf rekelte sich in der Sonne, als würde sie sich erholen und vor sich hindösen. Marta dachte darüber nach, ob dies wohl ausreichen würde, um die Krähen vom Feld fernzuhalten. Im vorigen Jahr hatte Marta Krähen geschossen und sie an die Zweige der umliegenden Bäume gehangen. Allerdings hatten sich die Vögel davon nicht lange beeindrucken lassen. Sie zogen sich lediglich ein paar Tage zurück, bevor sie wie eine neue Plage zurückkamen und lärmend durch die Luft krächzten. Marta kratzte sich ihre kalt werdenden Arme, auf denen sich ihre Härchen wie die Gerste auf dem Feld erhoben. Sianco kam ewig nicht zurück. Der Schweiß auf Marta's Rücken ließ sie frieren und sie beschloß, zum Haus zurückzukehren.
Wahrscheinlich hatte sich Sianco von etwas anderem ablenken lassen. Marta hatte noch niemanden gesehen, der so sehr einem Jagdhund glich wie Sianco. Er folgte so lange einer Spur, bis sie von einer anderen Fährte in seinem Kopf ausgelöscht wurde und ihn in eine andere Richtung lenkte. Marta nahm sich Zeit und lief den kleinen Pfad nach Haus. Die Krähen hielten sich noch zurück. Marta sah auf die Blumen in den Hecken am Weg und versuchte, sich an ihre Namen zu erinnern. Pa' hatte Sianco die Blumennamen beigebracht. Marta hatte dazu nie Gelegenheit. Sie war immer zu sehr mit der Arbeit beschäftigt gewesen. Pa' hatte mit Sianco immer an der Hecke gesessen und verschiedene Blumen hinter seinem Rücken versteckt. Dann beschrieb er sie, so daß Sianco mit den verschiedensten Arten vertraut wurde und ihre Namen anhand der knappsten Beschreibung erraten konnte. Marta's Lieblingsblumen waren die Ginsterblüten. Ihr fiel nichts ein, für das das Gelb des Ginsters je so perfekt imitiert worden war. Und sein Duft erst! Es gab nichts, das ihm wirklich gleich kam. Er war exotisch..., wie Butter..., wie Kokosnuß..., nein wirklich, nichts auf der Welt war mit ihm vergleichbar. Wenn sie sich jemals ein Kleid kaufen würde, würde es ein gelbes sein. Sie erreichte den Hof und ging zum Speicher, um die Tür zu schließen. Marta fror, doch plötzlich durchschossen sie kleine Nadeln. Ein Geräusch wie das Quieken eines Schweines beim Schlachten hallte über den Hof. Sie machte auf dem Absatz kehrt und rannte so schnell sie konnte zum Haus. Sianco's Schreien war für Marta wie das Kratzen von Fingernägeln über die Tafel. Sie liebte ihn wie eine Mutter. Sie öffnete die Tür und blieb wie angewurzelt stehen.
"Was, verdammt, hast du kleiner Arschficker gemacht?"
Jac hatte ein Gewehr auf der Schulter, das auf Sianco zielte.
Judy kam, ihren Rock zuknöpfend und ihre Haare sortierend, aus dem Wohnzimmer.
"You're a right little pervert aren't you?"
"Jac, was tun Sie?"
"Was hast du Arschficker gemacht?"
"Nehmen Sie das Gewehr runter, Jac. Legen Sie das Gewehr hin!"
Sianco schrie und seine Augen rollten wild. Er bekam kaum Luft. Eine Hand preßte er an seine Brust und mit der anderen knüllte er, in Tränen aufgelöst, die Mütze.
"Was is los? Nehmen Sie das Ding runter, Jac!"
"Ein alter dreckiger Arschficker is er! Ich bring dich um, verdammt noch mal, hörst du?"
"Was hat er denn getan?"
"Was mein' Sie wohl, was er getan hat? Er hat uns wie ein kleines Schwein beobachtet."
"Was hat er beobachtet?"
Jac, das Gewehr immer noch auf seiner Schulter, zitterte.
Judy versuchte nicht einmal, Jac zu beruhigen. Er näherte sich Sianco und sein Gewehr dessen Kopf. Noch lauter schreiend, fiel Sianco auf seine Knie. Marta bewegte sich auf Jac zu. Der drehte sich zu ihr und richtete das Gewehr auf sie.
"Jac!"
Jac hatte rote Augen. Sie huschten zwischen Marta's und Sianco's Gesicht hin und her. Er atmete schwer und Schweiß tropfte von seinen Haaren. Marta bemerkte, daß seine Hose immer noch offen war.
"Jac! Was, wenn Mutti Sie jetzt so sehen würde?" Martas Worte drangen nur sehr langsam durch den Nebel zu Jac.
"Ich würd' uns all'n 'n Gefallen tun. Alles, was wir brauchen, is' ihn loszuwerden."
"Jac, Junge, Sie machen ihm Angst!"
"Ich würd' allen n Gefallen tun, wir müßten nicht mehr ständig auf ihn aufpassen, stimmt's?"
Selbst Judy begann, sich zurückzuziehen und verschwand in den Wirtschaftsraum.
"N...N...Nur..."
"Halt dein verdammtes Maul... Halt's Maul ..."
Aus Martas Augen begannen Tränen zu rinnen und unter Siancos Hinterteil breitete sich ein nasser Fleck aus.
"Dann wären nur noch wir zwei übrig. Wir ham' ohnehin nich' mehr viel."
Die Drei saßen im Dreieck. Das einzige Geräusch, das zu hören war, waren Sianco's Tränen, die plitsch-platsch auf den Fußboden fielen.
"Jac, bitte, bitte nehmen Sie dies Gewehr runter, Mutti würde das nicht wollen. Was immer sie getan hat, sie würde es nicht wollen!"
Jac begann, ruhiger zu atmen. Marta fühlte die Anwesenheit der Mutti zwischen ihnen. Langsam, als wäre er in Trance, nahm Jac das Gewehr von seiner Schulter. Marta bemerkte, daß nun auch Tränen in den Augen ihres Bruders waren. Es war das erste Mal seit Jahren, daß sie Tränen in seinen Augen sah. Er unterdrückte sie gewaltsam mit seinem Daumen. Mit seiner linken Hand fühlte Jac, daß seine Hose immer noch offen war und zog sie zu. Der nasse Fleck breitete sich weiter auf dem Linoleum aus und Judy war in den Wirtschaftsraum verschwunden. Jac bewegte sich langsam und griff hinter sich, um nach etwas zu sitzen zu suchen, bevor er sein Hinterteil senkte. Er atmete immer noch schwer und Wut erfüllt, und der Schweiß rann in seinen Kragen. Sianco stand leise auf und versuchte, die Nässe unter ihm zu verbergen. Die Mütze war immer noch in seinen Händen, und er rannte so schnell er konnte ins Freie. Marta griff einen Lappen und wischte, bevor Judy es sah, den Fußboden. Jac beobachtete sie aus der Ferne.
"Er versteht das nicht, Jac" sagte Marta, emsig wischend und bemerkte, daß ihre Hände zitterten. Jac zog ein Taschentuch aus seiner Tasche und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
"Sie hätten ihm nicht solch' einen Schrecken einjagen sollen."
"Warum stand er rum und beobachtete uns?" Jac rieb mit beiden Händen seinen Kopf. Draußen wurde es dunkel.
"Er war immer so."
"Er sollte nicht."
Marta drehte sich um und ging raus. Beim Rausgehen bemerkte sie, daß Zigarrenrauch aus der Speisekammer kam und hörte, wie sich Absätze auf Jac zu bewegten. Marta rief über den Hof nach Sianco, bekam aber keine Antwort. Nur ihre eigene Stimme wurde von der Leere des Ortes zurückgeworfen. Bob's Hundehütte war offen. Marta ging den Feldweg zum Acker Marged hinauf.
Sie bemerkte nicht, daß sich die Blumen langsam schlossen, um sich zur Nachtruhe bereit zu machen. Diese Zeit hatte Pa' immer gesagt, sei die beste Zeit für die Blumen. Man konnte sie atmen sehen, schläfrig werden und zur Nacht zugehen. Die Blütenblätter legten sich um den Blütenkelch und schliefen, wobei sie gleichzeitig alle nächtliche Kälte von ihm fernhielten. Zu dieser Jahreszeit und im Herbst war der Himmel von Sternen übersät, als hätte sie jemand quer über den Himmel gestreut, zahlreiche Tautropfen, die man vergessen hatte, wegzuwischen. Sie sammelten sich wie Regentropfen, bereit, hart auf die braune Erde zu fallen.
Marta bog zum Feld Marged ein. Sianco war schon da, hielt Bob unter seinem Pullover und setzte die Mütze auf die Vogelscheuche. Marta trat zu ihm, doch Sianco merkte nichts davon. Die Krähen krächzten in den umstehenden Bäumen. Marta sah, wie Sianco, als gäbe es nichts anderes auf der Welt, auf die Vogelscheuche blickte. Unterhalb seines Rückens war ein nasser Fleck in der Hose. Sianco starrte unentwegt auf die Vogelscheuche. Seine Augen leuchteten rot und schwarz in der Dunkelheit. Die Vogelscheuche selbst sah einäugig auf ihn hinunter.


24.


Sianco kam für Tage nicht richtig zu sich und wurde wegen mangelndem Schlaf wachsbleich. Nächtelang hatte er es abgelehnt, zu Marta zu gehen und lag schlaflos wie eine Leiche in Jac's Bett. Schweigen hatte ihn erfaßt und umhüllte ihn wie ein Nebel, und selbst das heiße Wetter konnte das Leichentuch um ihn nicht wegbrennen.
Die Rinder wurden rausgelassen, um sich durch die Felder zu kratzen und zu trampeln, und die Schwalben in ihren sauberen Anzügen trudelten langsam ein, bis der Hof voll ihres Geschwätzes war. Etwa eine Woche später hörte Marta den Kuckuck, und Sianco rannte mit beiden Händen auf den Ohren zum Haus, damit er, so ohne Geld in den Taschen, ihn nicht hörte. Während Marta dem Kuckuck lauschte, dachte sie an Judy.
Ganz früh am Morgen hatten Roy und Jac die Schafe reingeholt, und Marta war zeitig aufgestanden, um zu kochen. Jac hatte ein Schaf mit Ungeziefer entdeckt und beschlossen, sie wegen des warmen Wetters dieses Jahr zeitig zu scheren. John Penbanc scherte die Schafe. Er war ein Mann mit Armen, ähnlich geformt wir die eines Hummers. Man sagte, daß er Tiere hart anpackte, doch traute er sich dies nicht vor Jac's Augen. Einige erzählten, daß er einmal einen Nagel in den Fuß eines zum Halten zu wilden Bullens gehauen hat, so daß er von der Regierung Kompensation für einen lahmenden Bullen fordern konnte. Man bekam nichts, wenn die Tiere nicht körperlich versehrt waren. Selbst die Polizei hielt sich in der Nähe des Gehöfts auf und suchte nach Indizien, konnte aber nichts beweisen. Jac wußte längst mit ihm umzugehen und unter seinen Augen würde alles so sein, wie es zu sein hatte. John brachte normalerweise seinen Sohn mit. Er war ein großgewachsener, schwerer Junge mit immer offenen Knöpfen am Hals, die den Blick auf seine rote verbrannte Haut, seine Körperbehaarung und den Schweiß freigaben. Er hatte ein breites Gesicht und wirkte ständig so, als stünde er unter Schock. Im Unterschied zu seinem Aussehen jedoch, waren seine Bewegungen wild und flegelhaft und erweckten den Eindruck, als würde er ewig jemanden schlagen wollen. Die Narben in seinem Gesicht waren ein guter Beweis dafür. John wurde natürlich nicht müde zu sagen, daß es nichts Negatives über seinen Burschen zu sagen gäbe, nur daß es eben schwer sei, Ärger zu umgehen, wenn man einmal den Ruf eines Schlägers weghatte. Irgendwann hatte Sianco ihn erwischt, wie er Bob trat. Daher haßte er ihn und beobachtete ihn immer aus der Ferne, wohlweißlich Bob unter seinen Pullover drückend.
Marta nahm das Gehackte aus der Tüte und gab es in die Pfanne. Es begann zu spritzen und seine Farbe zu verändern. Es gab jedes Jahr die gleiche Menüfolge: Gehacktes, Soße und Kartoffeln, danach Götterspeise und Vanillesoße als Nachtisch. Marta bereitete das Essen immer frühzeitig am Morgen vor, damit sie die geschorene Wolle zusammenlegen konnte. Anschließend ging sie zum Haus zurück, um das Essen zu holen und im Korb zum Feld zu tragen. Sie hatte schon längst alles vorbereitet und auf den Tisch gestellt; Messer, Gabeln, Teller, Servietten und Milch in einer Brausefalsche für den Tee.
Jac scherte überhaupt nicht mehr selbst; er hatte Atemschwierigkeiten. Außerdem bek





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