Schnee

Schnee
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Foto: Adam Muszynski
Eine Erzählung von Zoran Drvenkar
1

Es schneit im Rückwärtsgang. Erst ist der Boden weiß und unberührt, dann bekommt er Flecken und der Schnee erhebt sich wie in einem schwerfälligen Traum vom Boden und verschwindet in den Wolken. Die Farbe des Himmels verändert sich. Sein bleiernes Grau wird Blau. Die Sonne bricht durch. Es ist sechs Stunden vor dem Weihnachtsabend und Theo sagt:
- Wäre doch schön, wenn es schneit.
- Weihnachten und Schnee sind kitschig, sagt Natascha und nimmt eine Maraschinokirsche aus dem Glas.
- Ich will genau dieses Wetter zu Weihnachten, spricht sie weiter, Ich will Sonne und Vögel, die pausenlos singen. Schnee und Weihnachten sind Gift für die Seele. Die Leute schauen aus den Fenstern und denken, daß gleich etwas passiert. Aber nichts passiert. Es ist wie mit Silvester. Alle fangen ein neues Buch an und merken nicht, daß es dasselbe Buch ist wie letztes Jahr.
- Ich würde es merken.
- Theo, du liest nicht mal.
- Aber ich würde es merken, hebt Theo hervor und nimmt ihr das Glas mit Maraschinokirschen weg.
- Und jetzt? fragt Natascha.
- Jetzt putzen wir, bis es schneit.

Sie erwarten Theos Eltern. Es ist ihr erster Winter in Berlin. Es ist ihre erste gemeinsame Wohnung und beide sind sehr nervös. Es ist nicht ihre erste Beziehung. Auch wenn sie sich erst vier Monate kennen, wissen sie Einiges voneinander. Natascha ist der negative, Theo der positive Pol. Da gibt es keine Diskussionen mehr.
- Deine Mutter wird mich hassen, sagt Natascha.
- Dafür wird dich mein Vater lieben, sagt Theo.
- Nur weil er dich nicht liebt, heißt es nicht, daß er mich lieben wird.
- Wart's ab, sagt Theo und sieht sich zufrieden um.
- Ich hasse ihn jetzt schon, sagt Natascha und legt Theo den Arm um die Hüfte.
- Er ist charmant, du wirst auf ihn reinfallen, sagt Theo.
- Niemals.
- Wart's ab.

Sie sind dabei, den Braten in den Backofen zu schieben. Zwei Stunden sind vergangen. Die Wohnung hat ein ganz eigenes Licht bekommen. Kerzen brennen vor einem Spiegel, die Dämmerung ist hereingebrochen. Es ist ein wenig, als würde jeder Gegenstand darauf warten beachtet zu werden.
Theo kocht und ist so nervös, daß er unentwegt redet. Natascha öffnet zwei Flaschen Wein und stellt den Nachtisch auf den Balkon. Sie sind bereit. Theo reguliert die Temperatur am Backofen und stellt Natascha eine Frage. Sie hört die Worte, regestriert sie aber nicht. Es ist nur ein kurzer Moment, keine zwei Sekunden, in denen Natascha aus dem Fenster schaut und den ersten Schnee fallen sieht. Die Schneeflocken schweben reglos in der Luft und für einen Augenblick ist sich Natascha sicher, daß das kein Schnee sein kann. Asche. Ein Haus brennt. Federn. Jemand hat seine Daunendecke aufgeschnitten.
Es kann kein Schnee sein, denkt Natascha.
Es ist aber Schnee und Natascha hat ihn als erste gesehen. Sie merkt, wie sie dieser Umstand jünger macht. Von sechsundzwanzig auf acht in zwei Sekunden. Natascha spürt eine Aufregung von ihrem Bauch aufsteigen. Als sie ihre Brust erreicht, beugt sich Natascha vor und legt Theo ihre linke Hand über den Mund. Theo verstummt. Natascha nimmt die Hand von seinem Mund und legt sie ihm über die Augen.
- Was ist? fragt Theo.
- Nichts, sagt Natascha und küßt ihn auf die Lippen, Rein gar nichts.
Sie küßt ihn noch einmal und schaut dabei über seine Schulter aus dem Fenster auf den Schnee und die Winternacht hinaus. Sie will noch nicht, daß Theo den Schnee sieht. Für eine weitere Minute gehört ihr der Schnee ganz alleine. Danach nimmt sie die Hand von Theos Augen und lächelt ihn an.
- Für dich, sagt sie und dreht ihn um.
Theo klappt der Mund auf. Die Härchen in seinem Nacken stellen sich auf. Natascha sieht das und hat das merkwürdige Gefühl, sich von einem alten Freund zu verabschieden. Als würde Theo für immer weggehen, als gäbe es kein Wiedersehen.

2

Das Glas verheilt im Rückwärtsgang. Die Scherben steigen vom Boden auf, der Rotwein löst sich in Tropfen von der Wand. Er perlt von der Tischdecke und huscht wie ein fliehendes Tier über den Glasrand. Das Glas schwankt und steht dann still auf dem Tisch. Theo sieht seine Mutter an, seine Mutter sieht Natascha an, Natascha hat die Augen geschlossen, Theos Vater zieht eine Gabel mit Fleisch aus dem Mund. Es ist vier Minuten vor zehn und Theos Mutter sagt:
- Aj reba.

Theos Eltern kommen aus Bremen. Sie sitzen seit zwei Stunden im Stau und sind in einer miesen Laune. Theos Vater wünscht sich, sein Handy mitgenommen zu haben. Theos Mutter wünscht sich, sie hätte einen künstlichen Blasenausgang. Vorgestern hat sie sich die Blase verkühlt. Es ist ihre dritte Blasenentzündung in diesem Jahr, sie hat die ganze Nacht nicht geschlafen und war zwischen Badezimmer und Schlafzimmer hin und hergewandert. Sie verspürt alle zehn Minuten den Drang auf die Toilette zu gehen. Auch Theos Vater ist davon nicht sehr begeistert.
- Wir können jetzt nicht rausfahren, sagt er, Wir müssen den Stau durchstehen. Außerdem weißt du, daß es eine Fehlmeldung ist. In deiner Blase ist nichts. Du hast dich nur verkühlt.
Theos Mutter schweigt. Sie starrt auf die wartenden Autos. Es war ihre Idee, Theo in Berlin zu besuchen. Sie ist nicht wütend. Sie fühlt sich wie jemand, der aus der Dusche steigt und kein Handtuch findet.
- Wir können noch immer absagen, sagt Theos Vater.
- Wir sagen nicht ab.
- Wenn der Stau nur ein Ende nehmen würde, sagt Theos Vater und trommelt auf das Lenkrad. Theos Mutter sieht ihn an. Sie wundert sich, warum er so gut zu ihr ist. Seit über zwei Jahrzehnten. Dann öffnet sie die Tür und steigt aus.
Sie ist siebenundfünfzig Jahre alt, es interessiert sie nicht, was die Leute von ihr denken. Theos Mutter zieht ihre Strumpfhose, dann den Slip herunter. Sie rafft den Rock um ihre Beine, hockt sich an den Straßenrand und seufzt erleichtert. Das Surren eines automatischen Fensters erklingt. Sie hebt den Kopf und sieht Theos Vater aus dem Beifahrerfenster schauen.
- Alles okay? fragt er.
- Alles okay, sagt sie.
Er lächelt und schaut nach oben.
- Es schneit, Lora, es schneit mal wieder.
- Wie passend, sagt sie und muß lachen.

Kurz nach neun erreichen sie Berlin und verfahren sich. Theos Vater verflucht sein vergessenes Handy und hält an einer Telefonzelle. Theo erklärt ihm den Weg. Er zieht sich danach eine Jacke über und tritt auf die Straße, um vor dem Mietshaus auf seine Eltern zu warten, während Natascha am Fenster steht und auf einem Anissamen kaut. Sie würde nie zugeben, daß sie nervös ist. Natascha ist in den letzten Stunden wieder gealtert. Sie fühlt sich wie Anfang dreißig. Mit Anfang dreißig will sie ihr erstes Kind haben. Theo weiß noch nichts davon. Er sagt, wer Eltern hat wie ich, der denkt nicht an Kinder.
Natascha schluckt den Anissamen herunter. Durch den dichten Schneefall nähert sich ein Auto. Theo hebt den Arm und winkt. Das Fernlicht blitzt dreimal auf. Natascha tritt schnell vom Fenster weg.

Sie schütteln Nataschas Hand und schauen sich in der Wohnung um. Sie vergessen ihre Schuhe auszuziehen, und als sie dann alle am Tisch sitzen, wagt Natascha es nicht, sie darum zu bitten. Der Teppich ist drei Wochen alt. Natascha sieht sich morgen auf den Knien die Flecken rausbürsten. Sie merkt, daß ihre Wangen vom Lächeln schmerzen.
- Schön, daß wir kommen durften, sagt Theos Mutter und berührt Nataschas Hand.
Sie unterhalten sich und sind ganz normal. Sie fragen Theo, wie es ihm geht. Sie fragen Natascha. Dann verschränken sie zufrieden die Hände im Schoß, als sie alle Antworten erhalten haben.
Theo trägt den Braten auf. Die Münder seiner Eltern bewegen sich, als würden sie ein Gebet sprechen. Die Kerzen vor dem Spiegel brennen ruhig und sicher.
- Schön, sagt der Vater und steckt sich seine Serviette fest.
Natascha gießt Wein in die Gläser, sie stoßen an, tupfen sich über die Lippen und essen. Sie sind wie eine Familie aus den 50er Jahren. Festgefroren in einem Weihnachtsfest mit Schnee und Klaviermusik im Hintergrund. Die Serviettenringe sind von Nataschas Mutter, aber keiner fragt danach.
- Hat er dir erzählt, daß wir verrückt sind? fragt Theos Mutter nach ihrem zweiten Glas Wein.
Theo schaut auf den Tisch.
- Nun hab dich nicht so, sagt sein Vater und boxt ihm gegen die Schulter, Es ist ja nicht so, daß du ein drittes Auge auf der Stirn hast. Deine Eltern sind nur verrückt, mehr ist nicht.
- Hat er? fragt Theos Mutter nach.
- Nicht so direkt, antwortet Natascha.
- Das hast du nett formuliert, sagt Theos Mutter und legt ihre Serviette neben den Teller, Und jetzt entschuldigt mich, ich geh mal schnell pinkeln.

Theos Eltern haben sich auf einer geschlossenen Abteilung kennengelernt. Es war sein vierter und ihr zweiter Aufenthalt in der Anstalt, es war das erste Mal, daß sie einander sahen.
Er stand rauchend am Fenster und wartete, daß es schneite. Sie war auf dem Weg zum Fernsehzimmer. Jemand hatte mit einem Filzer das Wort Fenster auf das Fensterglas geschrieben.
- Was meinst du? fragte er, als sie an ihm vorbeilief.
Sie blieb prompt stehen, denn sie dachte, er würde mit ihr sprechen.
- Schneit's oder schneit's nicht?
Sie stellte sich neben ihn und schaute auch raus, ihre Hand klopfte zweimal gegen das Panzerglas.
- Natürlich schneit es, sagte sie und ging weiter.
Während ihres kurzen Treffens, hatten sie sich nicht angesehen oder auch nur berührt. Es war Oktober. Die Bäume waren kahl, das Gewicht der Raben bog die Äste nach unten. Es war eisig, die Chance auf Schnee waren dennoch sehr niedrig.
Er starrte weiter raus. Sie ging auf das Fernsehzimmer zu. Und das hätte es gewesen sein können. Aber es ging einen Schritt weiter. Einer der Raben flog auf, als sich der Himmel wie eine Serviette entfaltete und der Schnee lautlos auf die Erde fiel.

- Ich habe mich sofort verliebt, sagt Theos Mutter, Natürlich erst, nachdem er mir hintergelaufen ist. Es war sehr romantisch. Er fiel auf die Knie und schwor mir Liebe. Wahre Liebe. Er nannte mich seine Schneefee. Genau das hat er gesagt. Schneefee. Du meine Güte, ist das lange her.
- Dabei wollten wir nie Kinder, sagt Theos Vater und gießt sich Wein nach, Wer so viele Medikamente schluckt, sollte keine Kinder haben. Da kann ja nichts Gutes rauskommen. Aber guck ihn dir an, er ist doch was Gutes, oder?
Natascha schließt ihre Augen und wünscht sich, daß dieser Moment ganz schnell vorbeigeht.
- Aber ja, sagt Theos Mutter.
Natascha öffnet wieder die Augen und greift nach Theos Hand, Theo zieht sie zurück und stößt dabei das Weinglas seiner Mutter um. Es ist still. Niemand rührt sich. Der Wein tropft vom Tisch und fließt an der Wand herunter. Natascha denkt an den Teppich, Theos Mutter denkt an ihre Blase. Theos Vater spuckt das Fleisch wieder auf den Teller, weil er lachen muß. Und Theo? Theo grinst.

3

Eine Umarmung löst sich im Rückwärtsgang. Drei Augenpaare öffnen sich, ein Augenpaar starrt an die Zimmerdecke. Eine Frau steigt aus einem Auto. Das Rauschen einer Toilette, Wasser wandert in den Tank zurück. Und leise, leise heben sich Haare vom Boden und kehren mit einem Seufzer an ihren Platz zurück.

- Tut mir Leid, sagt Theo und steht auf.
Er geht zu seiner Mutter und küßt sie auf die Stirn. Er geht zu seinem Vater und legt ihm die Hand auf den Kopf. Natascha erwartet zumindest eine kleine Geste, sie bekommt aber nichts von Theo.
- Entschuldigt mich, sagt Theo und geht in die Küche. Erst als er allein ist, hört er auf zu grinsen. Eine Minute später folgt ihm Natascha.
- Alles okay? fragt sie.
- Wie hoch sind die Chancen, daß zwei kranke Eltern ein gesundes Kind kriegen? fragt Theo zurück.
Natascha bleibt im Türrahmen stehen, sie spürt, daß sie nicht näherkommen darf.
- Sie macht Schnee für ihn, wußtest du das? fragt er.
Natascha schüttelt den Kopf. Sie spürt, daß jemand hinter ihr steht. Theos Mutter sagt zu Theo:
- Ich kann auch Schnee für dich machen.
- Mama, bitte.
- Es schneit schon, sagt Natascha.
- War ja nur ein Vorschlag.
Theos Mutter legt den Kopf schräg.
- Möchtest du, daß wir wieder fahren?
- Nein, sagt Natascha, bevor Theo ja sagen kann.

Natascha kennt viele Geschichten über Theos Familie. Sie weiß, daß Theos Eltern hoch verschuldet sind und keine Grenzen kennen. Einmal hatten sie einen Flug verpaßt und prompt einen Privatflieger gemietet, den sie dann vier Jahre lang abbezahlen mußten. Einmal bestellten sie einen ganzen Zirkus in ihren Garten, um Theo zu seinem vierten Geburtstag eine Freude zu machen. Dafür mußte Theos Mutter ihren Schmuck verkaufen.
Theos Vater lebt von dem Erbe seiner Eltern, Theos Mutter übersetzt Bücher aus dem Italienischen. Sie wurden ungefähr im gleichen Alter als psychotisch und manisch depessiv diagnostiziert. Seit Theos Geburt sind sie nicht mehr in einer Anstalt gewesen. Seit Theos Geburt haben sie Bremen nicht mehr verlassen. Sie besitzen drei Häuser, in einem leben sie, zwei davon stehen leer und Theos Eltern wollen sie nicht vermieten oder verkaufen.
- Falls mal was ist, erklärten sie Theo, Können wir uns alle dort verstecken.
Für Natascha sind es surreale Geschichten, die sie nur schwer mit Theo in Verbindung bringt. Seine Eltern waren ihr bis zu diesem Tag ein Rätsel, und sie merkt, wie ihre Anwesenheit ein Licht auf Theo wirft. Ähnlich dem Licht, daß am Nachmittag in der Wohnung jeden Gegenstand besonders hervortreten ließ. Genau so tritt auch Theo auf eine neue Weise hervor.

- Wir könnten Fernsehen schauen, sagt Theos Mutter, als sie alle wieder im Wohnzimmer Platz genommen haben.
- Fernsehen macht verrückt, sagt Theos Vater und klopft mit den Handknöcheln dreimal auf den Tisch, Weißt du noch, wie wir damals die Briefe an die Fernsehsender geschrieben haben? Da ist ja auch nicht rausgekommen.
- Sie haben euch verklagt, sagt Theo.
- Es war den Versuch wert, sagt seine Mutter und blättert durch die Fernsehzeitschrift.
- Sagt mal, wie geht es euch denn wirklich? fragt Theo.
Seine Mutter läßt die Zeitschrift sinken, der Vater kneift ein Auge zu. Etwas in ihren Blicken läßt Natascha denken, es wäre besser gewesen, wenn Theo nicht gefragt hätte. Seine Eltern erinnern sie an zwei Vögel, die aus dem Käfig gelassen wurden. Ihr Augen sind starr, sie sind sich nicht sicher, ob sie das, was sie sehen, glauben sollen.
- Gut, sagt Theos Mutter, Gut. Wir sind bei einem neuen Medikament. Dein Vater hat keinen trockenen Mund mehr, dafür ist aber auch sein Hunger hochgegangen. Wenn er nicht aufpaßt ...
- Ich paß auf, schaltet sich Theos Vater ein.
- ... wird er aufgehen wie ein Hefekloß, beendet Theos Mutter den Satz.
- Junge, sagt der Vater, Uns geht es prima.
- Werdet ihr noch immer beobachtet? fragt Theo.
- Was denkst du? fragt sein Vater zurück, Natürlich werden wir noch immer beobachtet. Du brauchst bloß aus dem Fenster schauen. Der Wagen steht schräg gegenüber. Ein schwarzer Volvo. Schau ruhig.
Theo bleibt sitzen.
- Guck's dir ruhig an, sagt er zu Natascha.
Natascha geht zum Fenster. Der Wagen parkt gegenüber in der Auffahrt.
- Mein Vater hat ein gutes Gedächtnis, spricht Theo weiter, Er weiß alle Marken, die in der Straße parken. Er weiß, wo sie stehen und ich würde mich nicht wundern, wenn er sich die Nummernschilder merken würde.
- Der Wagen ist in Köln zugelassen, sagt Theos Vater, K-LD197.
- Da sitzt jemand drin, sagt Natascha.
- Quatsch, sagt Theo.
- Schau selbst.
Theo stellt sich neben sie. Er sieht den Schatten im Wagen.
- Geh und red mit ihnen, sagt sein Vater, Sag ihnen, sie sollen uns in Ruhe lassen. Es ist Weihnachten.
- Genau das werde ich tun, sagt Theo kurzentschlossen und verläßt das Wohnzimmer.
Theos Vater sieht Natascha an.
- Er hat mir erzählt, du hättest eine sichere Hand, ist da was Wahres dran?
Natascha nickt. Theos Vater zwinkert ihr zu.
- Was meinst du? Würdest du einem alten Mann den Gefallen tun?
- Es würde ihn sehr freuen, fügt Theos Mutter hinzu, Er spricht schon seit einer Woche von nichts anderem.
- Wirklich? sagt Natascha.
- Wirklich.

Der Wagen hat ein Kölner Kennzeichen. Theo kann es nicht glauben, daß er wirklich aus dem Haus gerannt ist. Er trägt keine Jacke, er hat nur ein Hemd an. Theo weiß, er kann jetzt nicht zurück. Er geht um den Wagen





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