In dieser Ausgabe
LATINALE
Fabián CasasFabián Casas
Douglas Diegues
Ricardo Domeneck
Lalo Barubia
Sergio Raimondi © Timo Berger
Washington Cucurto
Angélica Freitas
Casas lebt und arbeitet in Buenos Aires als Journalist und freier Autor. Er veröffentlichte die Gedichtbände Tuca (1990), El Salmón (1996), Oda (2003) und El Spleen de Boedo (2003). Außerdem erschien 2000 sein Roman Ocio. Casas publizierte mehrere Bände mit Erzählungen, zuletzt Los Lemmings y otros (2005). Verschiedene Gedichte von ihm erschienen in lateinamerikanischer Anthologien. Casas' Texte wurden ins Portugiesische, Englische, Italienische, Französische, Deutsche und Armenische übersetzt und sind auch auf lyrikline.org zu hören. Im Moment schreibt er nicht und widmet sich ganz dem Karate.
Douglas Diegues
Diegues wurde in Rio de Janeiro geboren und wuchs in Matto Grosso do Sul, nahe der paraguayischen Grenze auf, wodurch er dem Portuñol verfiel. Seitdem schreibt er in dieser Mischsprache aus Spanisch und brasilianischem Portugiesisch. So veröffentlichte er 2003 wilde Sonette unter dem Titel Dá Gusto Andar Desnudo Por Estas Selvas (Travessa dos Editores, Curitiba, PR) sowie 2005 Uma Flor Na Solapa Da Miséria (Eloísa Cartonera, Buenos Aires). Im Moment arbeitet er als Chefredakteur für TVE Regional in Campo Grande, Hauptstadt von Mato Grosso do Sul. Diegues wurde auf latin.log ins Deutsche übersetzt.
Ricardo Domeneck
Der Schriftsteller, Übersetzer, Videokünstler und DJ lebt seit einigen Jahren in Berlin, wo er das elektronische Magazin HILDA herausgibt, in verschiedenen Clubs auflegt und die wöchentliche Party Berlin Hilton veranstaltet. Er publizierte den Gedichtband Carta aos anfíbios (2005) und wurde für die Anthologie Cuatro Poetas Recientes del Brasil (2006) ins Spanische übersetzt. Sein zweiter Gedichtband a cadela sem Logos erschien 2007. Domeneck war Gast verschiedener Lyrikfestivals, u.a. "Salida al Mar" (Buenos Aires) und "Internationales Poesiefestival Berlin".
Lalo Barubia
Lalo Barrubia lebt zurzeit in Malmö, Schweden. Die gebürtige Uruguayerin ist Lyrikerin, Journalistin und Performancekünstlerin. Seit einigen Jahren arbeitet sie an der Verbreitung von Lyrik auf Wegen abseits der Tradition, so verknüpft sie Poesie mit Rockmusik. Sie veröffentlichte die Gedichtbände Suzuki 400 (1989) und Tabaco (1999) und hat zahlreiche Performances initiiert, sowohl einzeln als auch in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, so La puta madre (1991-1994) und Rap de la Pocha (1999-2001). Ihr erster Roman Arena (2002) beschreibt eine desillusionierte Generation im Montevideo der Wirtschaftskrise.
Sergio Raimondi
Der Dozent für Neuere Literatur der Universidad Nacional del Sur in Bahía Blanca arbeitet seit 1992 auch im Museo del Puerto in Ingeniero White (Abteilung für orale Erzählungen). 2001 veröffentlichte Raimondi Poesía Civil. Raimiondi war Mitglied der Dichtergruppe Mateístas, übersetzte Catula unter dem Titel Catulito (1999) und W.C. Williams (1993) ins Spanische. Eine Auswahl seiner Gedichte wurde 2005 von Timo Berger ins Deutsche übersetzt unter dem Titel Zivilpoesie (Wissenschaftlicher Verlag Berlin, 2005). Gedichte von Sergio Raimondi sind auch auf lyrikline.org zu hören.
Washington Cucurto
Das lyrische Debüt Zelarayán (1998) des argentinischen Dichters (geb. 1973) wurde 2001 auf Empfehlung des Secretaría de Cultura de la Nación aus den öffentlichen Bibliotheken entfernt, da ihm Pornographie und Rassismus vorgeworfen wurden. Preisgekrönt ist das Werk trotzdem: Cucurto bekam dafür den 1.Preis des "Segundo Concurso hispanoamericano Diario de Poesía". Weitere Publikationen sind La máquina de hacer paraguayitos (1999), Veinte pungas contra un pasajero (2003), La cartonerita (2003) und Hatuchay (2005) sowie die Romane Cosa de negros (2003), Las aventuras del Señor Maíz (2005) und El curandero del amor (2007). Auf Deutsch erschien von ihm eine Auswahl von Gedichten in dem Band Die Maschine, die kleine Paraguayerinnen macht (Berlin, SuKuLTuR, 2004) und in Kein Messer ohne Rose/No hay cuchillo sin rosas (2007).
Angélica Freitas
Die brasilianische Journalistin und Lyrikerin (geb. 1973) arbeitet für Zeitungen in São Paulo. 2006 wurden Gedichte von ihr ins Spanische übersetzt und erschienen in der Anthologie Cuatro Poetas Recientes de Brasil. Ihr erster Band mit eigenen Gedichten rilke shake erschien dieses Jahr. Zurzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Buch Chola disco mit Gedichten über ihren Trip nach Bolivien. Gedichte von ihr erschienen in Inimigo Rumor (Brasilien), aguasfurtadas (Portugal), aufgabe (USA) und in Diario de Poesía (Argentinien). Auf zahlreichen Festivals war sie live zu erleben, so "Salida al Mar" (Buenos Aires, Argentinien, 2007 und 2006), "Poquita Fe" (Santiago, Chile, 2006) und auf "Conrimel" (Coquimbo, Chile).
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