Joan Brossa

Joan Brossa: ein ungewöhnlicher Dichter
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'Kunst ist Leben und Leben heißt Veränderung.' Dieser Satz des Verwandlungskünstlers Frègoli ist auch Leitspruch eines Buches, das Joan Brossa dem Künstler gewidmet hat, und der sicher auch auf Joan Brossa selbst, den großen katalanischen Dichter zutrifft, der im Januar 1991 vom katalanischen Kulturinstitut zum 'Schriftsteller des Monats' erklärt wurde.
Brossa selbst nennt sich einen ungewöhnlichen Poeten, der in seinem Wunsch nach ständiger Weiterentwicklung und Veränderung immer vor jeder Art von Stillstand oder Monotonie geflohen ist und dessen Werke vom Entdeckergeist des ewig Suchenden geprägt sind.
Zum Zeitpunkt dieses Interviews war Joan Brossa damit beschäftigt, eine Kollektion seiner Werke für eine Ausstellung im Reina Sofia-Museum in Madrid zusammenzustellen, die von seiner ersten Gegenstandspoesie von 1943 bis zur letzten, noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellten Arbeit reicht.
Das Gespräch verläuft in der Wohnung des Künstlers, die mit ihrer Ordentlichkeit so gar nicht dem Klischee des inmitten von Zeitungsseiten auf einem Schaukelstuhl sitzenden Dichters entspricht. Als wir aber nach dem Interview in sein Studio gehen, das drei Stockwerke höher im gleichen Gebäude liegt, betreten wir dann doch diese 'brossianische Welt', wie man sie sich vorstellt: mehrere Schaukelstühle, auf dem Boden ausgebreitete Zeitungen, Objektpoesie, Fotos von dem Schauspieler Frègoli.

Interview: Marta Nadal, Serra D'Or Nr. 373, Januar 1991. Übersetzung: Gabriele Grauwinkel.

Ich bereite gerade ein Exposee zu Ihrer Ausstellung im Reina Sofia in Madrid vor. Welche Werke von Ihnen werden gezeigt?

Der Vorschlag ging vom Museum Reina Sofia aus und es wurde dort viel Platz geschaffen, um meine Arbeiten auch angemessen ausstellen zu können; es wird dort meine Objektpoesie aus dem Jahr 1943 bis hin zu meinen neusten Arbeiten zu sehen sein. Es sind sogar noch nicht veröffentlichte Werke darunter. Die Ausstellung wird am 5. Februar eröffnet und dauert 2 Monate.

Sie wurden vom Katalanischen Kulturinstitut zum Künstler des Monats Januar erklärt. Hat Sie diese Ehrung überrascht? Sie sind ein Autor, der viele Werke veröffentlicht hat, ohne bisher, zumindest seitens der Kritik, die entsprechende Anerkennung gefunden zu haben. Wie denken Sie darüber?

Sehen Sie, ich kann nicht so recht nachvollziehen, nach welchen Gesichtspunkten die Literaturkritik vorgeht. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich nie ein leicht zu klassifizierender Dichter war, und solche Künstler, die bei den Anhängern der traditionellen Literatur nicht sehr beliebt sind, die gab es schon immer in Katalonien. Nehmen Sie zum Beispiel Salvat-Papasseit oder Foix, wobei letzterer mehr Anerkennung für seine Mittelalterlichkeit als für seine avantgardistischen Schriften erhalten hat. Foix hat sich sein ganzes Leben lang am Rande der offiziellen Literatur bewegt. Ich habe mir die katalanische Literaturszene immer wie eine Straße vorgestellt, die nur auf der einen Seite von der Sonne beschienen wird: Die Autoren, die gefördert wurden oder andere gefördert haben, sitzen in der Sonne, bis sie nicht mehr erwünscht sind und gehen müssen. Dann kommt sofort ein Nachfolger, denn die Schlange für den Platz an der Sonne ist lang. Es gibt immer eine offizielle- und eine Subkultur, was man am Beispiel von Autoren wie Foix oder Llull nachvollziehen kann. Wenn Llull, statt im Mittelalter, heute leben würde, gälte er wohl eher als Abtrünniger. Aber die Zeit heilt alle Wunden - denken Sie nur an Rimbaud, den wollte niemand haben und nach seinem Tod wurde er zum Nationalheiligtum. Hier in Katalonien ist das genauso, aber weil wir so eine kleine Nation sind, spürt man die Konsequenzen eher. Hier gibt es nur eine Art von Kultur, oder besser gesagt, es wird nur eine Art von Kultur gefördert. Ich habe während der letzten Jahre eine Gedichtreihe mit dem Titel Els entra-i-surt del poeta geschrieben. Dabei handelt es sich um sieben Bücher, nicht einfach nur Gedichtbände, wie man sie heute kennt, nein Bücher. Bisher habe ich noch keine Kritik, keinen Kommentar zu diesen Gedichten gehört. Wie erklären Sie sich das? In Katalonien muss ein Dichter ums Überleben, um seine Präsens auf dem Literaturmarkt, kämpfen. Ich kann Ihnen auch nicht sagen, woran das liegt. Vielleicht sind die Menschen nicht neugierig genug. Wenn man nicht den Nerv der offiziellen Kultur trifft, wird man als Randerscheinung abgetan. Zumindest, solange man lebt. Vielleicht kommt der Erfolg ja nach dem Tod.

Vielleicht liegt das daran, dass die katalanische Kultur eher konservativ ist..

Die katalanische Kultur ist sogar sehr konservativ. Ich weiß nicht wer gesagt hat, dass wer auf Katalanisch Literatur verfasst, vor allem vorsichtig sein sollte.

Gehören Sie zu der so genannten Subkultur, die parallel zur offiziellen katalanischen Kultur existiert?

Ja, ich fühle mich dieser nicht klassifizierbaren Kultur zugehörig. Man könnte meinen, ich sage das zum Spaß, aber ich fühle mich einer sehr zeitgenössischen Kunstrichtung zugehörig. Leider wird das nur außerhalb Kataloniens gewürdigt, denn hier sind anders denkende Künstler eher unerwünscht.

Sie haben immer gesagt, dass Sie sich nicht für einen avantgardistischen Autoren sondern für einen zeitgenössischen Dichter halten.

Ja das stimmt. Ich kann doch nicht wissen, wie die Literatur in fünfzig Jahren aussehen wird. Ich versuche, so ehrlich wie möglich meine Kunst in der Gegenwart auszudrücken, obwohl heutzutage alles von einer Mode abhängt und was nicht der Mode entspricht, ob es nun gut ist oder schlecht, wird nicht beachtet.

Was halten Sie von der gegenwärtigen Literatur?

Viel Mittelmäßigkeit hier in Katalonien und auch anderswo. Ich glaube, das hat etwas mit dem Zeitgeist zu tun. Um Erfolg zu haben, muss ein Autor schreiben, was seine Leser lesen wollen. Die Kultur ist in einem Teufelskreis gefangen. Was das Theater betrifft, ist es genauso: Es werden nur Werke aufgeführt, von denen man weiß, dass der Publikumserfolg garantiert ist. Ein Theaterautor, so wie jeder andere Schriftsteller, sollte etwas mitteilen wollen, wenn er aber bei der Darstellung der Problematik nur auf den Geschmack des Publikums hört, dann kann er sich unmöglich weiterentwickeln. Und das passiert heute nur all zu oft.

Heißt das, dass ein großer Teil der künstlerischen Produktion heute einfach nur Kommerz ist?

Ja, es geht um Angebot und Nachfrage. Aber ein Dichter, der wirklich etwas zu sagen hat und das Handwerkzeug besitzt, das auch einem breiten Publikum mitzuteilen, der steht über jeder Modeerscheinung. Es ist traurig, einfach nur Erfolg zu haben und sonst nichts. Weil Erfolg vergänglich ist und nach dir kommt bestimmt ein anderer. Nur das wirklich Authentische bleibt bestehen.

Sie haben Ihr literarisches Schaffen immer mit den bildenden Künsten und der Musik verglichen. Glauben Sie, dass Literatur sich den Zeitströmen weniger anpasst?

Davon bin ich allerdings überzeugt. Ich glaube, das ist eine Frage der Erziehung: Die meisten Menschen haben eher einen Bezug zur bildenden Kunst. Sehen Sie, in der ersten Gedichtesammlung von Castellet und Molas komme ich gar nicht vor aber auf der Titelseite ist eine Zeichnung von Tàpies abgebildet. Und wenn Tàpies in diesem Buch erscheint, dann muss man sich fragen, warum ich eigentlich nicht?

Musik und Malerei sind Universalkünste mit einer großen Nachfrage und einem breiteren Publikum als die Literatur, die ja zum Beispiel übersetzt werden muss, um auch in anderen Kulturkreisen verstanden zu werden. Außerdem sind da noch diese pseudointellektuellen Schreibtischtäter, denen es nur darum geht, die Karriereleiter raufzuklettern und die sich anmaßen, über Literatur entscheiden zu können.

Sie sind ein Bewunderer von Salvat-Papasseit, den avantgardistischen Schriften des J.V.Foix und von Wagner und generell der nordeuropäischen Kultur zugetan  Halten Sie sich außer für einen ungewöhnlichen Dichter auch für einen Romantiker?

Vielleicht, aber romantisch oder klassisch sind wir doch alle ein wenig. Es stimmt schon, ich bin ein Anhänger der nordischen Kultur, vor allen Dingen von Wagner, aber auch von Ibsen, Strindberg, Hoffmann ...Es gibt eine bestimmte Gruppe von Südeuropäern, die sich sehr zu Wagner hingezogen fühlen und obwohl es auf den ersten Blick unverständlich scheinen mag, liegt das wohl daran, dass wir Menschen meistens das herbeisehnen, was wir nicht haben. Wagner ist ja zum Sterben nach Venedig gereist.

Welches seiner Werke halten Sie für das wichtigste?

Das wechselt je nach Laune. Tristan und Isolde ist sicherlich eines meiner Lieblingswerke: eine zeitgenössische, fast schon moderne Oper und zweifelsohne Wagners revolutionärstes Werk. Ich gehe nur in die Oper, um Wagner zu hören. Andere Opern sagen mir nicht viel. Ich finde der Nibelungenring mit seinen vier Opern Rheingold, das für Wasser steht, Die Walküre für Erde, Siegfried für Luft und die Götterdämmerung für das Feuer ist Prosa schlechthin mit einem perfekt entwickelten Spannungsbogen und einer Thematik, die von einem universalen Publikum verstanden wird. Und dazu kommt noch die Musik, ein Element, das ich in der Belletristik sehr vermisse. Für mich ist ein Roman so etwas wie ein Opernlibretto ohne Musik und dadurch fehlt ein wichtiges lyrisches Element. Aber bei den Wagneropern existiert dieses Element  eine Musik, die in direkter Beziehung zur Erzählung steht, ein ganzes Netz von Leitmotiven, die den Zuhörer durch die Geschichte führen.

Sie haben sich außer der Poesie auch dem Theater gewidmet und Prosa geschrieben. Wenn es Ihrer Meinung nach Grenzen zwischen diesen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen gibt, worin bestehen diese Grenzen dann?

Ich glaube, das ist alles die gleiche Kunstform, es gibt nur eine Literatur und eine Musik, aber je nach dem, was man als Künstler in einem bestimmten Moment ausdrücken will, wählt man Prosa, Poesie oder Theater.

Ist die visuelle Poesie das Ergebnis fehlender Ausdrucksmöglichkeiten in Sprache oder Skulptur?

Nein, es handelt sich höchstens um eine Weiterentwicklung. Ich bin kein großer Freund theoretischer Ansätze, erst handle ich und danach analysiere ich mein Vorgehen vielleicht. Ich glaube an den künstlerischen Impuls. Die Poesie erlaubt diesem Impuls manchmal eine Metrik zuzuordnen und manchmal auch nicht.

Handelt es sich in diesem Sinn bei Poesía rasa um einen Gedichtband, der unterschiedliche literarische Positionen aufzeigt?

Dieses Buch enthält unterschiedliche Ausdrucksformen und, wie Sie sagen, verschiedene Einstellungen der Literatur gegenüber. Ich möchte auf keinen Fall klassifiziert und einer bestimmten Kunstrichtung zugeordnet werden. Mein Motto war immer zu arbeiten, ohne mich an das Resultat meiner Arbeit gebunden zu fühlen. Das verstehe ich unter Freiheit. Wenn ich irgendwann eine zu starke Nachfrage nach meinen Arbeiten spüre und mich von dieser Erwartungshaltung erdrückt fühle, dann werde ich einfach wieder in der 'Subkultur' verschwinden. Ich will kein Opfer von Angebot und Nachfrage werden.

Hat diese Suche nach Freiheit und künstlerischer Unabhängigkeit etwas mit ihrem Forschergeist zu tun?

Sowohl in der Poesie wie auch in der Musik gibt es viele grundlegende Aspekte, die es zu entdecken gilt. Wenn man etwas bereits kann, wird man zu einer Art Maschine, die immer wieder das Gleiche reproduziert. Manche Maler sind tatsächlich Fabrikanten von Bildern geworden, die mit immer den gleichen Worten dieselben Lügen verbreiten und sich abhängig vom kommerziellen Erfolg ihrer Arbeiten machen. So etwas macht mir Angst, denn dann ist kein Platz mehr für die persönliche Weiterentwicklung des Künstlers.

Sie haben sich auch mit den klassischen Formen der Poesie, zum Beispiel mit dem Sonett beschäftigt, nicht wahr?

Ja, und weil ich damit experimentieren konnte, habe ich mich sogar an Sextinen gewagt. Josep Romeu i Figuereas hat eine hervorragende Schrift zu diesem Thema veröffentlicht, in der er die Bedeutung meiner Arbeit zu diesem Thema würdigt. In meinem bisher letzten Buch mit Sextinen ist die letzte visuell dargestellt.

Wie schätzen Sie die Zukunft der visuellen Poesie ein?

Zu Beginn habe ich traditionelle Poesie geschrieben und habe dann mit dem Theater angefangen, weil ich dachte, auf diesem Gebiet eine andere Dimension der Literatur gefunden zu haben. Vielleicht war es der Faktor Bewegung, der mir am Theater gefiel. Bei der Poesie habe ich anfangs vor allem an den Worten gearbeitet und versucht, sie zu perfektionieren, bis ich dann merkte, dass ich mit den Worten, das was ich ausdrücken wollte, nur verdeckt habe und mich von allem Überflüssigen trennen musste, um den Kern der Poesie freizulegen und viele Dichter machen das einfach nicht. Das hat dann, vor allem in Em va fer Joan Brossa zu einer sehr expressiven und direkten Poesie geführt, die auf rhetorische Elemente und viele Adjektive verzichtet, dafür aber vibriert. Diese Vibration kann man nicht erlernen, entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Was Lorca 'Inspiration' genannt hat, hat nichts mit Denken zu tun, sondern mit dem Willen zur künstlerischen Kreation. Diese expressiven Gedichte waren der erste Schritt in Richtung visuelle Poesie. Dazu kam, dass ich ja in einer sehr repressiven Zeitperiode künstlerisch tätig war und obwohl ich natürlich daran interessiert war, meine Arbeiten zu veröffentlichen, stand es doch nicht an erster Stelle. Ich bin also nicht zufällig auf die visuelle Poesie gestoßen, sondern es handelte sich dabei um einen natürlichen Entwicklungsprozess, bei dem jede neue Ausdrucksform sich von der vorherigen ableiten ließ und so dieses Ganze entstand, in dem unterschiedliche Dinge miteinander kommunizieren. Ich glaube, mit dieser Ausdrucksform habe ich nun abgeschlossen.

Man sagt, dass Sie Ihre Poesie mit fast handwerklicher Technik schaffen.

Ja, aber zuerst muss die Idee da sein, und es gibt ja viele Arten, einen Gedanken auszudrücken. Eine ausgefeilte Technik allein reicht nicht, wenn die subtileren Elemente fehlen.

Was halten Sie für die Hauptaufgabe eines Dichters.

Ich glaube, Dichter müssen darauf achten, dass Menschen nicht ihre Identität verlieren und sich weiterentwickeln, um der Mittelmäßigkeit zu entgehen. Wenn Poesie das nicht schafft, dann wird sie zur Lüge. Ich finde Poeten sollten sich ruhig mal die Hände schmutzig machen, dann haben sie einen guten Grund, sich hinterher zu reinigen, zu befreien.
Viele der heutigen Künstler sind nicht ehrlich, dabei geht es gerade darum, nicht zu lügen sondern die Kunst zu einem Werkzeug der Erkenntnis zu machen. Jede Epoche gibt dem Künstler andere Instrumente zur Hand, um diese Erkenntnisse weiterzugeben und wenn man dieses Instrument geschickt benutzt, dann ermöglicht es eine Form der Kommunikation. Ich glaube, zum Beispiel, dass die visuelle Poesie die Konsequenz einer Zeit ist, in der Bilder so wichtig geworden sind. Jede Gesellschaft verfügt über eine Reihe von Symbolen, die man als Künstler verwenden kann: Warum sonst verstehen die Menschen die Bedeutung eines Pfeils? Diese Symbolsprache kann man auch für die Poesie verwenden, womit wir zu den Piktogrammen zurückkehren. Am Anfang der Schrift standen Piktogramme und Ideogramme und die visuelle Poesie versucht, in den Bildern der Buchstaben die Spuren einer verlorenen Figur wieder zu finden.

Kann man in diesem Sinne auch die Magie, die ja in ihren Arbeiten von großer Bedeutung ist, wie eine Rückkehr zu den Ursprüngen ansehen?

Sie ist der Ursprung und manchmal eine mögliche Form der Rettung.

Sind Poesie und Magie identisch?

Poesie und Magie sind dasselbe. Kunst ist eine Metamorphose so wie auch die Magie, wenn auch auf einer anderen Ebene. Traurig ist nur, dass weder die Zauberkünstler noch die Poeten das wissen.

Sie sind ein großer Bewunderer des Verwandlungskünstlers Frègoli, dem Sie ja
auch einige Ihrer Werke widmen.


Für mich war Frègoli der perfekte Poet, der mit nur wenig sehr viel ausdrücken konnte. Frègoli hat ganz allein bis zu 10 verschiedene Figuren in einem Theaterstück dargestellt, indem er die Bühne ständig verließ, betrat und sich zwischendurch verwandelte und dabei nie den Erzählrhythmus unterbrach. Ein Künstler zwischen Posse und Zauberei, der eine Kunstform erfand, die zum Vorläufer des Kinos wurde. Der letzte Band von 'Poesía Escènica' enthält Verwandlungsmonologe, die nicht dargestellt werden können, weil es keine Verwandlungskünstler mehr gibt. In dem Stück Quiquiribú, das am Theatre Lluire aufgeführt wurde, als dieses Theater noch nicht 'frei' war, wie der Name suggeriert, haben Rosa Novell und Domènec Reixach einige wirklich gute Verwandlungsszenen dargestellt, vor allem wenn man bedenkt, dass sie ja wenig Übung darin hatten.

Noch eine Frage zum Schluss. Was halten Sie von Tàpies Mitgliedschaft in der katalanischen Kunstakademie?

Ich bin nur neugierig, wer zuerst aufgibt, Tàpies oder die Akademie. Normalerweise wurden nur ältere Künstler zur Akademie berufen. Joan Miró hat 1966 die Berufung abgelehnt. Kann sich mit der Postmoderne tatsächlich alles geändert haben?











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