Leitartikel

Vorwort des Herausgebers
I love cat111
Bauçà - el canvi
Sirera bookcover
Melcion Mateu, Gastherausgeber.
Herzlich willkommen zur 3. Nummer der Zeitschrift Transcript, die ausschließlich der katalanischen Literatur gewidmet ist.

Es werden einige der bekanntesten, beliebtesten und am meisten übersetzt katalanischsprachigen Schriftsteller vorgestellt, einer Sprache, die von etwa 7 Millionen Menschen in Katalonien, in Südfrankreich, entlang der Mittelmeerküste bis Alicante und auf den Balearen gesprochen wird. Unter diesen Autoren befindet sich zweifelsohne Quim Monzó, nicht nur wegen seinen Romanen, sondern auch wegen seinen Beiträgen für Presse, Rundfunk und Fernsehen. Der Dichter Joan Brossa ist sicherlich eher wegen seiner Plastiken und seiner visuellen Poesie bekannter als wegen seiner Prosa, aber er hat großen Einfluss auf die jüngeren Generationen gehabt. Andere Schriftsteller, wie der Stückeschreiber Rodolf Sirera und der Poet und Romancier Miquel Bauçà werden für ihre Arbeiten sehr bewundert und von der Literaturkritik geschätzt. Wir stellen auch Auszüge aus einem Roman aus dem Jahre 1967, der zwar im jenem Jahr den Premi Sant Jordi (eine der wichtigsten Auszeichnungen in der katalanischen Literatur) erhielt, aber doch lange Jahre in Vergessenheit geriet: Es handelt sich um 39º a l'ombra, von Antònia Vicens in reiner, lebendiger und poetischer Sprache verfasst. Es ist der erste Roman, der vom Touristenboom auf Mallorca spricht, etwas, was die Autoren der Balearen beunruhigt hat, und noch immer mit Besorgnis erfüllt. 39º a l'ombra ist kürzlich wieder aufgelegt und ins Deutsche übersetzt worden (39 Grad im Schatten, erschienen im Elfenbein Verlag).

Zwei der Autoren, die hier vorgestellt werden, Bauçà und Vicens, stammen aus Mallorca und auch viele andere Autoren der Balearen sind übersetzt worden und so haben wir uns entschlossen, einen Artikel des Poeten und Schriftstellers Sebastià Alzamora abzudrucken, in dem er uns einen Überblick über den Status Quo der Literatur Mallorcas gibt. Da in Katalonien die Poesie sich noch immer großer Beliebtheit erfreut, was den Erfolg von Dichtern wie Bauçà und Brossa erklärt, drucken wir auch einen Artikel von Josep Maria Sala-Valldaura ab, in dem der Literaturkritiker und Poet seinerseits einen Überblick über die katalanische Lyrik der letzten Jahrzehnte gibt, sowie auch die Meinung des zweisprachigen Autors Matthew Tree über den Zustand der aktuellen katalanischen Poesie.

Schließlich kommentieren wir kurz Bücher, die vor kurzem neu aufgelegt oder übersetzt worden sind: Wir werden in den nächsten Nummern von Transcript über diese Bücher und ihre Autoren reden. Als Herausgeber der katalanischen Ausgabe von Transcript, habe ich den Vorzug, Ihnen diese Nummer vorzustellen und Sie herzlichst zur Lektüre einzuladen.



Melcion Mateu (Barcelona, 19971) ist Autor zweier Gedichtbände: Vida evident (Octavio-Paz-Preis 1998) und Ningú, petit (2002) und hat u.a. Werke von John Ashbery und Michael Onddatje übersetzt.






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