Zu dieser Ausgabe

In aller Kürze ...
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© Dimitris Tsoumplekas
Familie: Was auch kommt, man bleibt ihr verbunden.

In der vorliegenden 31. Ausgabe von Transcript widmen wir uns erneut der Kurzgeschichte. Wir forschen beispielsweise nach, wie es momentan um Save Our Short Story, ein britisches Projekt zur Rettung dieses Genres steht, über das wir bereits in der 21. Ausgabe von Transcript berichtet haben. Kurzgeschichten, von Verlegern oft aus wenig nachvollziehbaren Gründen verschmäht, gelten in Buchform als schwer verkäuflich und finden allenfalls in Literaturzeitschriften ihren Platz. Dennoch behauptet sich diese Kunstform nach wie vor als Prüfstein für das literarische Können junger Autoren (Fokussierung, Prägnanz), bei dem es gilt, mit einem Minimum an Text eine maximale Wirkung zu erzielen. So ist sie mit ihren hohen und in mancher Hinsicht an die Lyrik erinnernden Formanforderungen die ideale Gattung, um sich der Komplexität menschlicher Beziehungen anzunehmen. Dabei besticht sie mit ihrem speziellen Blick auf einzelne Momente oder die Abfolge solcher Momente, unabhängig davon, ob diese scheinbar alltäglich und trivial oder verhängnisvoll und folgenschwer sind. Die hier präsentierten Kurzgeschichten aus der Tschechischen Republik, Griechenland, Malta, Rumänien und der Slowakei sind ein Beweis dafür, dass sich das Genre Kurzgeschichte trotz aller Stigmata bei vielen Verlegern europaweit einer großen Beliebtheit erfreut. Nicht zuletzt deshalb, weil sie möglicherweise das ideale Medium ist, um das menschliche Leben im Familienrahmen in seinen vielseitigen Ausprägungen differenziert zu beleuchten: manchmal lustig, manchmal disfunktional, aber niemals einfach und unkompliziert.

Die 31. Ausgabe von Transcript ist auch Beginn einer neuen Phase in der redaktionellen Arbeit. Ein neues Redaktionsteam wird von nun an seinen Teil dazu beitragen, dass Literatur über traditionelle Grenzen hinweg bekannt wird. Francesca Rhydderch, die neue Redaktionsleiterin von Transcript, bereichert das Team mit ihren vielseiteigen Publikationserfahrungen als Herausgeberin von The New Welsh Review sowie mehreren Berufsjahren in der Verlagsbranche. Die in Berlin ansässigen Redaktionsassistenten Stéphanie Lux und Andreas Jandl unterstützen Transcript hinter den Kulissen bereits seit geraumer Zeit und betreuen jeweils die französischsprachige und deutschsprachige Rubrik von Transcript. Robin Grossmann, der neue Redaktionsassistent für die englischsprachige Rubrik, sammelte erste Arbeitserfahrungen bei Seren, einem walisischen Verlag, der für seine Reihen zeitgenössischer Lyrik bekannt ist.

Alexandra Büchler
Leiterin von Literature Across Frontiers







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