In dieser Ausgabe
- Leitartikel
- Jaan Kaplinski
- Die Budapester Buchmesse
- Die Kunst der Beleidigung
- Schreiben in zweisprachigen Welten
- Irland
- Fred Johnston
- Seán Ó Ríordáin
- Finlands Åland Inseln
- Ulla-Lena Lundberg
- Die Iberische Halbinsel
- Ignasi Riera
- Xosé Luís Méndez Ferrín
- Bernardo Atxaga
- WALES
- R.S Thomas
- Mihangel Morgan
- NACHRICHTEN
Mihangel Morgan
Dirgel Ddyn
Gomer (1993)
149 Seiten.
RIGHTS:
Mihangel Morgan
Yr Adran Gymraeg
Yr Hen Goleg
Aberystwyth SY23 2AX
Cymru/Wales.
Hier haben wir es mit einem zeitgenössischen städtischen Roman zu tun. Es ist die Aufzeichnung einer Serie von Ereignissen, welche Farbe in die eintönige Existenz des Literaturdozenten Mr Cadwaladr bringen. Da diesem der zehnte Schüler fehlt, der nötig ist, um seinen Abendkurs stattfinden zu lassen und somit sein Honorar zu sichern, erfindet er kurzentschlossen eine Kandidatin namens Anne Griffiths und meldet sie an. Sehr zu seinem Entsetzen taucht am ersten Unterrichtstag eine vornehme Dame mit exakt diesem Namen auf.
Cadwaladr und Anne Griffiths freunden sich schnell an, aber noch ist unklar, wo das hinführen wird. Der bescheidene, zu Selbstverleugnung neigende Bücherwurm findet sich plötzlich in seiner verkommenen Mietwohnung in der Rolle des Gastgebers der überschwenglichen ältlichen Dame wieder. Diese vertraut ihm an, dass sie eine mehrfache Mörderin ist, verführt ihn und verschwindet plötzlich wieder.
Andere Nebenfiguren säumen die Handlung. Einige hiervon sind Mitbewohner Cadwaladrs in Frau Schloss' äußerst schäbigem Mietshaus: Mr Owen mit seiner Teddybär-Sammlung; der noch ungezähmte Hengst Floyd; die fromme und taube Mrs Evans. Die zwei mürrischen Mädchen Menna und Manon besuchen Cadwaladrs Abendkurse, und die Sekretärin Siriol mach alle Welt darauf aufmerksam, dass es an der Zeit ist, ihre Katzen zu füttern. Die Lage spitzt sich erneut zu, als Anne Griffiths im Fernsehen als Wahlkandidatin auftritt. Cadwaladr verfolgt ihren Weg von der Anonymität der Straße bis zu den vorderen Regierungssitzen, bevor er richtig auspackt...
Der mysteriöse Mann ist voll von Ironie und Untertreibung und stellt eine gelungene Parodie des Banalen dar.
© University of Wales, Aberystwyth 2002-2009
site by
CHL



