In dieser Ausgabe
- Leitartikel
- Jaan Kaplinski
- Die Budapester Buchmesse
- Die Kunst der Beleidigung
- Schreiben in zweisprachigen Welten
- Irland
- Fred Johnston
- Seán Ó Ríordáin
- Finlands Åland Inseln
- Ulla-Lena Lundberg
- Die Iberische Halbinsel
- Ignasi Riera
- Xosé Luís Méndez Ferrín
- Bernardo Atxaga
- WALES
- R.S Thomas
- Mihangel Morgan
- NACHRICHTEN
Schreiben in zweisprachigen Welten
Schreiben in zweisprachigen Welten
Im Laufe der europäischen Geschichte ist sprachliche Vielfalt sowohl innerhalb von Staats-grenzen als auch über sie hinweg ein Faktum geblieben.
In dieser Nummer, seiner vierten, wirft Transcript einen Blick auf verschiedene Länder, wo das Leben in unterschiedlichem Maße in einer zweisprachigen Umwelt abläuft. Wir besuchen Irland, die finnischen Aland-Inseln, die Iberische Halbinsel und Wales. Jede dieser Welten zeigt Sprache in einem anderen Licht.
Irisch (Gälisch) und Englisch sind die offiziellen Sprachen von Irland. Dennoch können nur sehr wenige Leute Irisch sprechen und schreiben und Englisch ist ihre Muttersprache.
Im benachbarten Wales beherrschen etwa 20% der ca. 2.8 Millionen umfassenden Bevölkerung das Kymrische und vielfach wird die Meinung vertreten, dass Walisisch (Kymrisch) keine gefährdete Sprache sei.
In Finnland finden wir Finnisch und Schwedisch auf dem ganzen Festland als gleichberechtigte Sprachen. Aber die Alandinseln sind diesbezüglich von besonderem Interesse: Obwohl sie zum finnischen Staatsgebiet gehören, hat dort Schwedisch den Vorrang und wird auf Aland-Boden fast ausschließlich gesprochen.
Wenn wir uns zu guter Letzt südwärts wenden, entdecken wir, dass die iberische Halbinsel keineswegs sprachlich gleichförmig ist: Katalanisch, Baskisch, Galizisch, Kastilisch und Portugiesisch werden alle von Teilen der Bevölkerung gesprochen. Transcript wird Schrift-steller in den ersten drei dieser fünf Sprachen vorstellen.
Zweisprachigkeit im modernen Europa ist keinesfalls auf die Gebiete, die wir Ihnen vorstellen wollen, beschränkt. Die Auswahl der Schriftsteller und Sprachen dient der Darstellung eines Phänomens und soll keinen umfassenden Katalog der europäischen Bilingualität darstellen.
Wir hoffen, dass unsere Arbeit das Bewusstsein für die Zweisprachigkeit und die ausgezeichnete Schriftstellertätigkeit in diesen Regionen stärkt.
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