Ulla-Lena Lundberg

Ulla-Lena Lundberg
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Ulla-Lena Lundberg wurde 1947 auf dem zu den Åland-Inseln gehörenden Eiland Kökar geboren. Ihre Familie zog dort weg, als sie zwei war, aber sie sagt, daß ihre Heimatinsel immer noch ihr Bezugssystem ist.

Lundberg schaffte ihr literarisches Debüt mit 15 Jahren. Sie veröffentlichte 1962 eine Gedichtsammlung, die von der Presse freundlich aufgenommen wurde. Seit ihrem Debüt ist sie hauptberufliche Schriftstellerin und die einzige andere Stelle, die sie hatte, war ein Posten als "writer in residence" an der Universität von Minnesota, wo sie 1986-87, ein akademisches Jahr lang, schrieb und unterrichtete. Ein Jahr nach ihrem Debüt ging sie mit einem Stipendium in sie USA. Sie schrieb 1966 und 1968 zwei Bücher über ihre Erfahrungen in der Zeit des Vietnamkrieges und der Ermordung von Martin Luther King.

Die Bücher illustrieren die Entwicklung einer persönlichen Philosophie und politischer Ansichten, verbunden mit einer persönlichen Stellungnahme zur zeitgenössischen Politik.
Lundbergs Durchbruch als Autorin kam mit Kökar (1976), einem Buch über ihre Heimatinsel. Mithilfe von Interviews mit den Ortsansässigen wird der Leser in das Leben früher und heute auf dem Archipel eingeführt. Lundberg wurde angeregt, das Buch zu schreiben, als sie als kleines Mädchen Ragna Ahlbäcks Dissertation zu dem Thema durchsah.

In den Bücher über Anna aus Kökar schrieb Lundberg wieder über Verlust und Wechsel. Anna verliert sehr früh ihren Vater und wird stark um ihrer Mutter und ihrer Schwester willen. Als Erwachsene lebt Anna schließlich in Stockholm zusammen mit dem schwedischen Künstler Stefan. Anna bricht aus und kehrt zurück nach Hause. Sie ist eine starke Frau, verläßt aber am Ende wieder ihre Heimatinsel.

Für insgesamt zwei Jahre lebte Lundberg in Botswana, Sambia, Kenia und Tansania. Der Aufenthalt führte 1981 zu einem Dokumentarbuch, das das Leben in verschiedener Landschaften und den Menschen in Interaktion mit seiner Umwelt darstellt. Lundberg schrieb ebenfalls Fiktion über ihre Zeit in Afrika.

Lundberg schrien ebenfalls eine dreiteilige Romanreihe über die Geschichte der Seefahrt von den einfachen Leuten auf dem Land im 19. Jahrhundert bis zur modernen Fährschiffahrt. Sie beschreibt einen Familie und läßt verschiedene Leute die Geschichte erzählen. Die Erzählung spiegelt die Gesellschaft wieder. Zuerst gibt es einen Erzähler, als der Sinn für die Dorfgemeinschaft noch stark war und ein Einzelner repräsentativ für die gesamte Gemeinschaft war. Im zweiten Teil gibt es fünf Leute, die die Geschichte vorantreiben, da ein einzelner nicht mehr für die gesamte Gemeinschaft sprechen kann. Der letzte Teil besteht aus fiktiven Interviews und Schnappschüssen der Leute.

1993 veröffentlichte Lundberg ein autobiographisches und Reisebuch in einem. Vier Jahre lang verbrachte sie jeden Sommer einen Monat mit einer Gruppe Ornithologen in Sibirien und dies ergab eine Geschichte über sie selbst, über Politik - und natürlich Vögel. Sie hat ebenfalls eine Reihe von Hörspielen verfaßt und die Memoiren ihres Großvaters herausgegeben.

Lundberg wurde 1994-99 zum "Artist Professor" ernannt und hat zahlreiche Preise und Stipendien bekommen. Sie wurde dreimal für den Finlandia-Preis und den Nordischen Literaturpreis nominiert.












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