Immanuel Mifsud

Immanuel Mifsud
Portrait
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Immanuel Mifsud wurde 1967 als jüngstes von acht Kindern einer Arbeiterfamilie geboren. Er wuchs in Paola auf, einem Ort im Süden Maltas, wo der Großteil der Bevölkerung sich während des Zweiten Weltkrieges nach schweren Luftangriffen in den nahegelegenen Werften angesiedelt hatte. Im Alter von 16 Jahren begann er, Gedichte und Texte für experimentelle Theatergruppen zu schreiben.

1991 schrieb er das Stück Pupi ('Puppen'), bei dem er auch Regie führte, das anlässlich der offiziellen Gründungsveranstaltung der linksgerichteten pädagogischen Gruppierung 'Movement for a Humane Education' ('Bewegung für eine menschliche Erziehung') uraufgeführt wurde. Pupi wurde ebenfalls zum Maltafest 91, dem Internationalen Maltesischen Kunstfestival (das nicht mehr stattfindet) aufgeführt, ebenfalls im Rahmen einer politischen Protestveranstaltung von Maltas Grüner Partei Alternattiva Demokratika, und wurde abrupt von der Polizei abgebrochen.

1996 gründete Mifsud das Teatru Marta Kwitt, eine experimentelle Theatergruppe. Im gleiche Jahr führte Teatru Marta Kwitt das Stück Il-5: La Toqtolx ('Das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten') auf. Ein Jahr später brachte die Truppe Mistoqsijiet lill-Qamar ('Fragen an den Mond') auf die Bühne, eine sehr freie Adaptation von Gedichten Garcia Lorcas. Mit ihrer Produktion Ilma wurde sie 1999 zum Edinburgh Fringe Festival eingeladen, und das Ministerium für Erziehung und Kunst eröffnete mit seiner Aufführung die offiziellen Feierlichkeiten zur Jahrtausendwende auf Malta.

2002 präsentierte Immanuel Mifsud zur Erinnerung an den zehnten Jahrestag der Belagerung von Sarajevo einen Monolog, der auf dem biblischen Buch der Klagen und Gedichten aus Sarajevo basierte: Il-Hames Lamentazzjonijiet ta' Sara ('Saras fünf Klagelieder').

Immanuel Mifsud hat sechs Bücher veröffentlicht. 1991 erschien sein erster Kurzgeschichtenband mit dem Titel Stejjer ta' Nies Koroh ('Geschichten von hässlichen Menschen'). Zwei Jahre später veröffentlichte er Il-Ktieb tal-Mahbubin Midruba ('Das Buch vom Maimeds Liebhabern') und 2002 L-Istejjer Strambi ta 'Sara Sue Sammut ('Sara Sue Sammuts seltsame Geschichten'). Mifsud verfasste außerdem zwei Gedichtbände, Fid-Dat ta' Clara ('In Claras Haus') und unlängst Il-Ktieb rar-Rih u l-Fjuri ('Das Buch von Wind und Blumen').





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