In dieser Ausgabe
Anjela Duval
Anjela Duval
Die Dichterin Anjela Duval (1905-1981) wurde in Vieux Marche bei Lannion in der nördlichen Bretagne geboren. Dort verbrachte sie ihr Leben auf dem elterlichen Bauernhof, den sie erbte und selbst bewirtschaftete. Sie besuchte die Schule, bis sie zwölf war, setzte dann aber ihre Ausbildung per Fernunterricht fort. Ihre Geschichte ist geprägt durch Einsamkeit und Verzweiflung angesichts des rapiden Schwindens einer Lebenweise, mit der ihre persönliche Identität unauflöslich verschmolzen war. 1960, im Alter von 55 Jahren, begann sie, ermutigt von Gästen ihres Hofes, Gedichte in ihrer bretonischen Muttersprache zu schreiben. Ihre Gedichte wurden in den bretonischen Literaturzeitschriften ihrer Zeit veröffentlicht. Anjela Duval hat vier Gedichtbände veröffentlicht, Barzhonegou all (`Andere Gedichte´, Hor Yezh, 1973), Hiboud al Leger (`Der Seufzer des Leger´ (Fluss), Skol, 1973); Barzhonegou Nevez (`Neue Gedichte´, Hor Yezh 1974) und Traon an Dour (`Unten am Wasser´ - der Name des Hofes, auf dem sie lebte -, Al Liamm 1982). Eine Auswahl aus diesen vier Werken, Kan an Douar , `Lied der Erde´, erschien 1973 und ist ihr bekanntestes Buch.
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