In dieser Ausgabe
BELLETRISTIK DER 'GAELTACHT'
Belletristik der 'Gaeltacht'
Die Gaeltacht ist ein Begriff, der gebraucht wird, um die Regionen zu beschreiben, in denen Irisch die Alltagssprache der Bewohner ist. Diese Gegenden, die früher sehr ausgedehnt waren, sind heutzutage Sprachinseln in den westlichen Grafschaften Galway und Mayo, Kerry und Cork und in Donegal, wobei sich kleinere irischsprachige Gemeinschaften auch in den Grafschaften Waterford und Meath finden.
Bis zum 19. Jahrhundert wurde Irisch (Gälisch) vom Großteil der Bevölkerung Irlands gesprochen. Die Bevölkerung erreichte zur Zeit der großen Hungersnot in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts acht Millionen. Nach der Mitte des 19. Jahrhundert hat Englisch jedoch das Irische rapide als Sprache des Volkes abgelöst. Heute sprechen weniger als 100 000 Menschen Irisch im Alltag, und vielleicht gerade 35 000 gebrauchen es konsequent innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaften.
Trotz dieses Niedergangs gab es im 20. Jahrhundert tapfere Versuche, eine moderne Literatur auf Gälisch zu schaffen. Irisch ist immer noch die erste offizielle Sprache der Republik Irland (Éire). Die Veröffentlichung von irischsprachigen Büchern und Zeitschriften wird großzügig subventioniert. Trotzdem ist die Tatsache, dass viele Muttersprachler ihre Sprache nur bedingt lesen und schreiben konnten und können, ein bedeutendes Hindernis für die Entwicklung einer modernen Literatur geblieben.
Transcript stellt Ihnen Joe Steve Ó Neachtain, Micheál Ó Conghaile und Pádraig Ó Cíobháin vor, drei Autoren, die darum kämpfen, in diesem Umfeld eine Leserschaft zu gewinnen.
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